Maynooth /Varel Am Ende eines furiosen Auftritts bei der Team-WM der Frauen in Irland wurde Esther Henseleit von ihren Mannschaftskameradinnen sowie Bundestrainer Stephan Morales und Kapitänin Pia Halbig für ein Erinnerungs-Jubelfoto auf Händen getragen. Ein Bild mit Symbolcharakter.

Denn mit einer überragenden Leistung am letzten von vier spannenden Wettkampftagen mit Höhen und Tiefen hatte die 19-jährige Varelerin großen Anteil daran, dass Deutschland in der Endabrechnung als bestes Team Europas mit starken elf Schlägen unter Par einen formidablen fünften Platz belegte. Henseleit erzielte beim absoluten Saisonhöhepunkt im Welt-Amateurgolfsport mit einer 66er-Abschlussrunde und damit sieben Schlägen unter Par den zweitbesten Score des Finaltages aller 180 Spielerinnen aus 57 Nationen.

Dabei waren der Friesländerin vom Hamburger GC Falkenstein sechs Birdies (ein Schlag unter Par) sowie ein Eagle (zwei Schläge unter Par) gelungen. Auch von einem unnötigen Bogey (ein Schlag über Par) auf der kurzen Bahn 13 ließ sich die Vize-Einzel-Europameisterin aus Varel nicht aus der Ruhe bringen.

„Ich habe mich wieder gefangen und mir vorgenommen, auf den beiden noch ausstehenden Par 5 Birdies zu spielen. Genau so habe ich es dann auch gemacht“, freute sich Henseleit: „Heute hat es sich gut spielen lassen. Ich war auch nicht besonders nervös. Das Ergebnis fühlt sich richtig gut an!“

Ihre Mitspielerinnen aus dem Golf Team Germany beendeten die Weltmeisterschaft ebenfalls mit guten Leistungen. Sophie Hausmann vom GC Hubbelrath benötigte 72 (-1) Schläge, Leonie Harm vom GC St. Leon-Rot kam mit einer soliden Par-Runde vom Platz (73). Dabei war es angesichts der engen Zwischenstände im Kampf um einen Top-5-Platz wichtig, dass tatsächlich bis zum letzten Schlag um jeden Zähler gekämpft wurde.

Nur so schaffte es das deutsche Trio, das Team aus Italien noch um einen Schlag auf Platz sechs zu verweisen. Den WM-Titel holten sich im irischen Maynooth nahe Dublin unterdessen die US-Amerikanerinnen, die mit -29 imposante zehn Schläge Vorsprung auf Japan (-19) hatten. Dieses Team wiederum hatte am Finaltag noch Titelverteidiger und WM-Favorit Korea (-18) abgefangen. Die viertplatzierten Chinesinnen (-14) wiesen nur drei Schläge Vorsprung auf das deutsche Trio auf.

„Mir bedeutet es einiges, dass wir die beste Mannschaft Europas geworden sind“, betonte Bundestrainer Morales: „Dazu gehört diese gute Mannschaftsleistung. Natürlich war die Leistung von Esther heute herausragend – aber das reichte auch nur, weil wir ein zweites Ergebnis reingebracht haben, das nicht über Par ist.“

Henning Busch
Lokalsport
Redaktion Friesland

Weitere Nachrichten:

GC | Weltmeisterschaft

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.