Jever /Oldenburg Nach einer längeren Verletzungspause und sechs Wochen Physiotherapie ist Basketballer Malte Giljan, Center der Oldenburger Baskets Akademie Weser-Ems in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL), auf das Spielfeld zurückgekehrt. Ein Bänderriss am rechten Fuß hatte den Sportler aus der Bahn geworfen. Nach Stabilisationsübungen mit dem Physiotherapeuten stehen nun wieder Kraft-, Wurf-, Technik- und Mannschaftstraining auf dem Programm.

Seit den vergangenen Sommerferien lebt der aus Jever stammende 17-Jährige in Oldenburg. Eine Wohngemeinschaft teilt er sich – natürlich – mit einem Basketballer. Von dort aus erreicht er mit dem Fahrrad in nur zehn Minuten ganz bequem die Trainingsstätte und seine neue Schule, das Gymnasium Eversten.

Auch wenn ihm der Weg zum Training mehr Spaß bereitet, spielt auch die Schule eine große Rolle: „Meine Zensuren sind mir und meinem Verein sehr wichtig.“ Dies sei auch eine Voraussetzung für seine Eltern, die ihn finanziell in die angestrebte sportliche Karriere und Selbstständigkeit begleitend unterstützen. „Kochen habe ich schon gelernt“, sagt der sympathische 2,04 Meter große Spieler mit einem munteren Lachen.

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Seit zwei Wochen trainiert Malte Giljan wieder fleißig für seine Rückkehr aufs Spielfeld. Das heißt viermal die Woche Training nach der Schule und zwei Krafteinheiten jeweils vor dem Unterricht. „Das umfangreiche Training war schon eine große Umstellung, aber es ist wirklich eine tolle Erfahrung, und inzwischen bin ich mit mir selbst sehr zufrieden“, kommentiert Giljan die Trainingsbelastung.

Bevor er nach Oldenburg kam, spielte er nur in einer Freizeitgruppe. Nachdem er bereits Fußball und Tischtennis ausprobiert hatte, entschied er sich für den aus Amerika stammenden Sport. In einem so genannten „Try Out“ der EWE Baskets Oldenburg schaffte er letztlich den Sprung in das U-19-Team, in dem er nun mit weiteren sehr talentierten Spielern auf Korbjagd geht.

Die gesamte Mannschaft habe ihn sofort akzeptiert und sehr gut aufgenommen. „Die Stimmung im Team ist echt toll“, freut sich Giljan. Mit seiner Mannschaft der Baskets Akademie steht er derzeit auf Platz fünf in der Gruppe Nord. „Wir wollen jedoch noch auf den vierten Platz vorrücken, um an den Playoffs teilzunehmen“, betont er.

Die neu formierte Mannschaft findet sich immer besser in die Saison, und auch Giljan selbst freut sich über seine Leistung: „Ich bekomme schon viele Einsatzzeiten und konnte in vier Spielen auch schon 18 Punkte erzielen.“

Am vergangenen Sonntag hatte die Leidenszeit des Friesländers ein Ende. Beim 81:60-Heimsieg gegen den TSV Neustadt kam Giljan zu seinem ersten Kurzeinsatz nach seiner Verletzung. In den knapp sechs Minuten Spielzeit trug er zwei Defensiv-Rebounds zum Erfolg seiner Mannschaft bei. „Man darf nach einer so langen Verletzungspause nicht zu viel erwarten“, erläutert Giljan.

Sein derzeitiger Vertrag läuft bis zum Ende der NBBL-Saison 2014. Gleichzeitig wird er sein Abitur ablegen. „Wenn mir der Verein anbietet zu bleiben, dann nehme ich das Angebot gern an“, blickt der Friesländer erwartungsfroh in die Zukunft. Spiele in der ProB-Mannschaft (vergleichbar mit einer Dritten Liga) oder sogar der Bundesliga seien nicht ausgeschlossen, aber noch ein ganzes Stück entfernt. Auf jeden Fall möchte Giljan ein Studium absolvieren: Grundschullehramt – am besten direkt in Oldenburg. Finanziell möchte er schließlich unabhängig von seiner Entwicklung in seinem Lieblingssport auf sicheren Beinen stehen: „Man kann ja auch nicht sein gesamtes Leben lang Basketball spielen.“

Trotz aller Selbstständigkeit verbringt der durchsetzungsstarke Center seine Wochenenden gerne zu Hause in Jever. Wenn das nicht gelingt, wird telefoniert. Den vollen Rückhalt seiner Familie hat er sicher, und in jedem Heimspiel ist sie sein größter Fan.

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