Varel /Rastede Zeitweise ein echtes Angriffs-Feuerwerk haben die Northern Lions nach einer kleinen Fehlzündung zu Beginn im bisherigen Saisonverlauf auf dem Spielfeld abgebrannt. Nicht ohne Grund überwintert die Spielgemeinschaft des SC Varel und FC Rastede in der Rugby-Regionalliga Nord mit 20 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem souveränen Spitzenreiter und Zweitliga-Absteiger DSV Hannover 78 II (28). Zeit, für ein Zwischenfazit:

„Die Hinserie begann nicht sehr berauschend“, blickt Spielertrainer Claas Ammermann zurück. Dabei war die Vorbereitung durchaus positiv verlaufen. Zudem verstärkten in Georg Folgner, Tobias Krieger und Radu Dragomir drei erfahrene Zugänge das angriffslustige Löwenteam. „Doch das Trainingslager mit den Halle Rovers und der Sieg gegen den Zweitligaabsteiger hat uns unser Leistungsvermögen nicht richtig einordnen lassen“, erklärt Claas Ammermann.

So kassierten die Northern Lions zum Saisonauftakt gegen Hannover 78 II eine bittere 7:17-Heimniederlage. „Wir gingen zwar hochkonzentriert in die Punktspielrunde, aber die Unsicherheit über das eigene Leistungsvermögen blockierte unser ganzes Spiel – und so gingen wir als gerechter Verlierer vom Platz“, analysiert der Spielertrainer.

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Reaktion auf Dämpfer

Die Verantwortlichen der Löwen hätten mit ihrem Team als Saisonziel zwar bewusst nur die Freude am Spiel und schönes Rugby festgelegt. Doch wurde insgeheim mit einem Platz in der oberen Tabellenhälfte geliebäugelt. Und so war zunächst unklar, wie die Mannschaft den Dämpfer verarbeiten würde. Aber die anschließende Reaktion konnte sich sehen lassen.

„Die hohen Siege gegen Union 60 Bremen (50:3), Zweitligaabsteiger Braunschweig (64:12), Exiles Hamburg (64:0) und FC St. Pauli II (73:0) haben gezeigt, dass die Mannschaft ihrem Playingcoach folgt“, berichtet Hans-Hermann Ammermann. „Die Stimmung im Team ist sehr gut, die Trainingsbeteiligung mit regelmäßig 25 Spielern sensationell – schließlich gehen unsere Spieler alle einem Beruf nach, studieren und haben zum Teil Familie mit Kindern“, freut sich der Rugby-Abteilungsleiter beim FC Rastede und zugleich ebenfalls Trainer der Lions: „Ein finanzieller Anreiz existiert nicht einmal für Fahrtkosten. Daher muss man den Einsatz des Teams besonders loben.“

Auch für die zweite Saisonhälfte, die aller Voraussicht nach am 2. April mit einem Heimspiel gegen Lübeck 93 beginnt, haben sich die Northern Lions viel vorgenommen. „In 2016 haben wir die Vorbereitung auf die Rückrunde nicht optimal hinbekommen“, weiß Claas Ammermann: „Das wollen wir in 2017 verbessern – und so haben wir eine attraktive Vorbereitung geplant.“

Auf dem Programm stehen Spiele gegen Sparta Werlte, Rheine Warriors, RC Osnabrück und TV Wiedenbrück. Zudem gibt es in Rastede ein zweitägiges Trainingslager mit dem Bundesligisten und deutschen Rekordmeister TSV Victoria Linden unter der Leitung des ehemaligen Siebener-Nationaltrainers Rainer Kumm. Die persönlichen Beziehungen des FC-Abteilungsleiters zu seinem ehemaligen Verein haben dieses Wochenende ermöglicht.

Fest steht auch, dass die Verantwortlichen der Lions die Saison noch mit einem Höhepunkt beenden wollen. So findet am Sonnabend, 10. Juni, auf der Rasteder Sportanlage am Köttersweg ein großes Turnier „Ten-a-Side“ statt, bei dem zehn Teams aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden mit jeweils zehn Spielern über das ganze Feld gegeneinander antreten.

Nicht frei von Sorgen

„Wir wollen dadurch auch versuchen, Jugendliche anzusprechen und hoffen, ein Einlagespiel stattfinden lassen zu können“, erläutert Chef-Organisator Hans-Hermann Ammermann. Neben der Nachwuchsförderung hat er auch die nicht minder wichtige Gewinnung neuer Sponsoren und Rugbyfans im Sinn, um die „nähere Zukunft, die nicht frei von Sorgen ist“, bei den Northern Lions auf und abseits des Rugbyfeldes möglichst positiv zu gestalten.

Ammermann: „Zugesagt hat mit Victoria Linden der 20-fache deutsche Rugby-Rekordmeister. Diesem wollen wir attraktive Gegner bieten und Rugby auf gutem Niveau ermöglichen.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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