Varel Mit einer Niederlage haben sich die Drittliga-Handballer der HSG Varel-Friesland in die – angesichts großer Verletzungssorgen herbeigesehnte – kurze Winterpause verabschiedet. Das Team von HSG-Trainer Andrzej Staszewski unterlag am Sonnabend mit 27:31 (16:15) beim favorisierten Leichlinger TV und beendet das Sportjahr 2013 mit 12:18 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz.

Was angesichts von 16 Teams in der West-Staffel auf den ersten flüchtigen Blick den Anschein einer recht soliden Basis für die Rückrunde erweckt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen allerdings schnell als Trugschluss. Gerade einmal zwei magere Zähler beträgt der Vorsprung vor dem ersten von drei Abstiegsrängen am Saisonende, den zurzeit der VfL Gladbeck (10:20) belegt. Da die Vareler in der Rückserie überdies die meisten Spiele gegen Teams aus der gefährdeten Tabellenzone auswärts bestreiten müssen, droht den Friesländern in 2014 eine Zitterpartie um den Klassenerhalt.

„Das wird eine ganz, ganz harte Nuss für uns“, gibt sich Staszewski keinen Illusionen hin und hofft umso mehr auf die möglichst baldige Rückkehr der Langzeitverletzten Vaidas Dilkas (eventuell schon zum ersten Spiel am 11. Januar gegen Düsseldorf) und Marek Mikeci (wohl Anfang Februar). Dagegen fällt Abwehrchef Helge Janßen nach seiner Schulter-OP bis zum Saisonende aus.

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Dass die Vareler in dieser Spielzeit im Abstiegskampf stecken, sieht Staszweski vor allem den Langzeitausfällen der drei Leistungsträger und mangelnden Alternativen auf der Bank geschuldet: „Ohne das große Verletzungspech stünden wir in dieser ausgeglichenen Liga, in der am Ende jeder Punkt, vielleicht sogar jedes Tor sehr wichtig sein kann, ganz anders da“, erläutert der HSG-Coach. „Die verbliebenen Spieler haben immer riesigen Willen gezeigt und kämpferisch alles gegeben.“

Das war am Sonnabend auch in Leichlingen der Fall, als die HSG, angeführt vom starken Kapitän Niels Bötel, dem Tabellensechsten (19:11) eine Halbzeit lang ein Duell auf Augenhöhe lieferte und zur Pause überraschend mit 16:15 führte. „Unsere Effektivität war erste Sahne“, analysierte Staszewski. „Meine Jungs haben sehr gute Kombinationen gespielt, die Rückraumspieler und Außen haben sich viel bewegt, und die Trefferquote war sehr hoch“, lobte er. Weil zudem schnell von Angriff auf Abwehr umgeschaltet wurde, war die Pausenführung nicht unverdient.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch das Bild. Ab dem 17:16 für den LTV (33.) rannten die Friesländer immer einem Rückstand hinterher. Dies hatte mehrere Gründe: So spielten die Leichlinger immer mehr ihr großes Erfahrungsplus gegenüber den vielen jungen Gästespielern aus. Zudem konnten die Vareler ihre hohe Wurfeffektivität aus Durchgang eins nicht halten und leisteten sich mit nachlassender Kraft diverse vermeidbare Fehler. Des Weiteren fehlten Staszewski, ganz im Gegensatz zum LTV, die adäquaten Wechselmöglichkeiten. So traute sich etwa Petar Bubalo nach einer überragenden ersten Hälfte mit sechs Treffern, nach der Pause nach einigen Fehlwürfen nicht mehr so viel zu. Derweil blieben Martins Libergs und Torben Lemke im Rückraum blass. Auch der angeschlagene Oliver Staszewski konnte nicht die Durchschlagskraft entwickeln, wie zuvor gegen den VfL Gummersbach II.

„Unterm Strich kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn sie hat kämpferisch wieder alles gegeben“, bilanzierte Andrzej Staszweski abschließend. „Sicherlich waren nach der Pause ein paar Fehler zu viel dabei, die nicht passieren sollten – aber so ist Handball.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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