FRIESLAND Die Gastgeber nutzten ihren Heimvorteil ganz konsequent aus. Der Landesverband Ostfriesland dominierte.

Von Ute Draschba FRIESLAND - Die Finalrunde im Straßenboßeln wurde auf ostfriesischem Boden sowohl bei den Männerteams als auch bei den Frauenmannschaften von den Gastgebern dominiert. Einzig die trainingsfleißigen Schweinebrückerinnen (99 Wurf) als Oldenburg Meister schafften es, sich gleich hinter dem Lokalmatador und Ostfriesland-Meister Reepsholt (97 Wurf) sowie Ihlow/Ihlowerfehn (98 Wurf) noch vor Pfalzdorf (103 Wurf), Reitland (107 Wurf) und Kreuzmoor (118 Wurf) unter die ersten drei Platzierten zu werfen.

„Eine hervorragende Ausgangsposition für die Rückrunde und die Entscheidung am 24. April in Schweinebrück“, strahlte die Vorsitzende Anke Thaden, die voll und ganz auf den großen Heimvorteil setzt. Die erste Runde bei den Männern ging souverän an die Ostfriesen. Ostfriesland-Meister Pfalzdorf (192 Wurf) sowie Reepsholt (197) und Westeraccum (198) deklassierten Westerscheps (201), Spohle (204) und Schweinebrück (210). Damit haben die Pfalzdorfer um Frido Walter einmal mehr ihre Ausnahmestellung in der Königsklasse bewiesen und streben am 24. April in Westerscheps den achten FKV-Titel in Folge an.

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Das Leistungsvermögen der Schweinebrückerinnen konnten die Käkler und Mäkler gar nicht richtig einschätzen. Bekannt war, dass sich mit Helke Altona, Petra Schonvogel, Monika Stulke, Anke und Gisela Schütte (Holz) sowie Ute Draschba, Astrid und Kerstin Hinrichs, Nicole Kruse, Heike Eggers eine meisterschaftserfahrene Truppe auf den großen Wettkampf in Reepsholt intensiv vorbereitet hatte. „Wir haben die Technik voll und ganz umgestellt und uns auf die Kurvenwürfe konzentriert“, so die Betreuer Michael Behrens und Diedrich Schütte. Die Rechnung ging auf. Vor allem in der Holzgruppe schockten die Schweinebrückerinnen die ostfriesische Konkurrenz. Nach der Halbzeit brachen gerade die Oldenburger Mannschaft auf der ungewohnt langen und kräftezerrenden Strecke in Reepsholt ein. Nicht so die Schweinebrücker Holz (50 Wurf), die konditionsstark aufdrehte und die beste Rücktour hinlegte. Wurf für Wurf nahmen sie Ihlow/Ihlowerfehn (54 Wurf) die Meter ab und brachten diese voll und ganz aus dem

Konzept. Hinter ihnen kämpfte die Schweinebrücker Gummigruppe (49 Wurf) mit dem Gummi-Dreamteam um Johanne Heiken und Sabine Bley aus Ihlow/Ihlowerfehn, die, wie in den Jahren zuvor, im Ziel mit dem besten Gruppenergebnis (44 Wurf) überhaupt aufwarteten. In der Endabrechnung profitierte Reepsholt mit Elitewerferinnen wie unter anderem Monika Heiken, Antje und Margret Schöttler, Claudia Heyen, Michaela Müller und Imke Bohlken von einer gekonnt ausgeglichenen Mannschaftsleistung (Gummi 48 Wurf/Holz 49 Wurf). „Wir haben unser Soll erfüllt", freute sich die Schweinebrückerin Petra Schonvogel. Am 24. April malt sich der Oldenburg Meister den ganz großen Wurf auf der Heimstrecke aus und hofft auf Schützenhilfe der oldenburgischen Teams aus Reiltand und Kreuzmoor. Gerade durch das Punktesystem ist der Traum von einer Medaille und im günstigsten Fall sogar von der FKV-Meisterschaft noch lange nicht ausgeträumt. „In Schweinebrück läuft ohne präzise Würfe nichts“, weiß Wilma Wilksen, die

Betreuerin aus Reitland, zu berichten. In der zurückliegenden Saison schafften es einzig die Werferinnen aus Reitland mit einem Unentschieden den Schweinebrückerinnen doch noch einen Punkt abzujagen. „Uns liegt das Schweinebrücker Pflaster besser noch als unsere Heimstrecke“, freute sich Wilma Wilksen schon auf den Wettkampf.

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