Jever /Sande Mit unterschiedlichem Erfolg haben Frieslands klassenhöchste Tischtennisteams den neunten Spieltag bestritten. Während das Regionalliga-Sextett des MTV Jever den vierten Sieg in Folge feierte, waren die Oberliga-Frauen des TuS Sande auch im zweiten Spiel ohne die verletzte Spitzenspielerin Meike Gattermeyer (doppelter Mittelfußbruch) chancenlos.

Männer, Regionalliga: Die Spieler des MTV Jever haben die Hinrunde mit einem 9:5-Erfolg gegen den SC Poppenbüttel beendet und zugleich einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. Zwar waren die Gäste aus Hamburg mit zwei Ersatzleuten angereist. „Der Schlüssel zum vierten Heimsieg lag indes nicht im Hamburger, sondern im Friesländer Personal“, betonte MTV-Sprecher Malte Stickel. „Fast schon standesgemäß trugen alle sechs MTVer zum hochverdienten Erfolg bei.“

Bereits die Doppel waren vielversprechend verlaufen und resultierten in einer 3:0-Führung: Kiryl Barabanov/Philipp Flörke gaben sich gegen Alexander Kellert/Pascal beim glatten Sieg keine Blöße. Auch Florian Laskowski/Fabian Pfaffe blieben gegen das Reservisten-Duo Andreas Borszcz/Stephan Rauterberg ohne Satzverlust. Im Duell der Einser-Doppel hatten es Audrius Kacerauskas/Marek Janssen ungleich schwerer – gegen Frank Sternal/Michael Zibell kamen die beiden Angreifer nach verlorenem ersten Satz aber besser ins Spiel und sicherten sich die nächsten drei Sätze.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Doch die ersatzgeschwächten Hamburger bewiesen Moral. Im oberen Paarkreuz haderte Barabanov sowohl mit seinem als auch dem Spiel des Gegners Kellert, der mit klugen Aufschlägen und sicheren Rückhand-Aktionen den Rhythmus des weißrussischen MTV-Spitzenspielers immer wieder störte – dennoch ging Barabanov mit 2:0 scheinbar komfortabel in Front. Der gute Kellert aber blieb stets in Reichweite und hatte – nicht zuletzt auch netzunterstützt – in der Verlängerung des Entscheidungssatzes knapp die Nase vorn.

Flörke konnte derweil nur im ersten Satz dem Ex-Zweitliga-Mann Sternal Paroli bieten (1:3), Zibell egalisierte für die Hamburger sogar durch ein 3:0 über Kacerauskas.

Doch dank einer hochkonzentrierten Leistung konnte dann Janssen für den MTV die Weichen auf Sieg stellen: So ließ der 20-Jährige Pascal Tröger beim 3:0 nie zur Entfaltung kommen. Laskowski und Pfaffe machten anschließend mit Borszcz und Rauterberg kurzen Prozess. Die Hamburger Ersatzleute wehrten sich zwar tapfer, Laskoswki und Pfaffe aber ließen keinen Satzgewinn zu und stellten auf 6:3.

Im Spiel des Tages traf Jevers Barabanov auf den erfahrenen Sternal, der nach verlorenem ersten Satz zulegte und vor allem dank seines starken Aufschlags zu vielen einfachen Punkten und zur 2:1-Satzführung kam. Barabanov bäumte sich aber auf und erzwang den Entscheidungssatz, „der an sportlicher Klasse und Spannung kaum zu überbieten war“ (Stickel): Mit einem Kraftakt und starken Nerven sicherte sich Jevers Nummer eins den prestigeträchtigen Sieg im Duell der Einser, der zugleich die wichtige 7:3-Führung markierte.

Zwar musste Flörke gegen den diesmal sehr effizienten Kellert ein 0:3 quittieren, und auch Janssen bezog gegen Zibell ein 0:3. Kacerauskas aber hatte zwischenzeitlich in einer hochspannenden Partie mit 12:10 im fünften Durchgang gegen Tröger den achten MTV-Punkt erkämpft. Laskowski erfüllte seine Pflichtaufgabe gegen Borszcz sehr sachlich und vollstreckte zum 9:5-Gesamtsieg.

Mit starken 12:6 Punkten überwintern die MTVer damit mindestens auf dem fünften Tabellenplatz der Regionalliga Nord und weisen immerhin acht Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang auf. Stickel: „Noch kein Grund zum Feiern, aber doch ein wichtiger Schritt zum Klassenerhalt und eine angemessene Belohnung für die erbrachten Leistungen.“

Frauen, Oberliga: Nach einem hervorragenden Saisonstart, der den Aufsteiger TuS Sande sogar bis an die Tabellenspitze geführt hatte, machte das Verletzungspech den Friesländerinnen einen Strich durch die Rechnung. Ohne Gattermeyer, die bis auf weiteres ausfällt, waren sie im Spitzenspiel gegen den VfR Weddel kein gleichwertiger Gegner und unterlagen 0:8.

Betreuer Frank Black hatte aus taktischen Gründen zwar die verletzte Gattermeyer aufgestellt, damit Sandes Nummer drei Anke Black nicht ins obere Paarkreuz rutschen musste. „Doch der Plan, dadurch unten vielleicht einen oder sogar beide Punkte zu machen, ist gründlich daneben gegangen“, zeigte sich Frank Black ernüchtert. So konnten Susanne Meyer, Anke Black, Stefanie Gichtbrock und Martina Krieger weder im Doppel, noch im Einzel gegen den übermächtigen neuen Tabellenführer auch nur einen einzigen Satzgewinn (0:24) für sich verbuchen.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.