Jever Mit den Plänen für die Erweiterung und Modernisierung der Skateranlage am Freibad Jever haben die Skate-o-Faris am Donnerstagnachmittag im Schul- und Sozialausschuss offene Türen eingerannt. Gut 6500 Euro würde das Projekt kosten, das die Gruppe wieder in Eigenleistung stemmen will.

Diesmal geht es um den linken Bereich der Anlage, dort soll unter anderem eine höhere Rampe entstehen, außerdem soll die Stehfläche an der Bank erweitert werden und ein neuer Rampenbereich gebaut werden, der besonders für Anfänger und jüngere Skater geeignet ist. Eine neue Treppe und eine etwa 0,5 Meter breite Erhöhung als Abgrenzung sind ebenfalls geplant. Wichtigster Werkstoff ist auch dieses Mal Beton.

Modell mitgebracht

Zur Veranschaulichung für die Ratsleute und Bürgermeister Jan Edo Albers hatten die Skate-o-Faris ein Modell mitgebracht, das den Zustand vor und nach dem Umbau zeigt. Zudem hatten sie ihr Konzept schriftlich vorgelegt, das neben allen Angaben zum neuen Anlagenteil auch eine Kostenkalkulation enthielt. Unterstützt werden sie auch diesmal vom Bauunternehmen Harms aus Jever und von Baustoffe Bargen.

Und dass die Skate-o-Faris nicht nur wollen, sondern auch können haben sie erst wieder im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen. 2018 war nämlich der rechte Teil der Anlage umgebaut und modernisiert worden. „40  Tonnen Beton haben die Jungs von Hand verarbeitet und mit nur einem Betonmischer selbst angemischt“, sagt Jugendhaus-Mitarbeiter Marco Rühle voller Respekt vor der Leistung.

„Als die Skater mir von ihren Plänen erzählt haben, hielt ich sie erst für ein bisschen größenwahnsinnig“, sagt Jugendhaus-Leiter Detlef Berger. „Aber sie haben mich Lügen gestraft und auf der Anlage mit einem Wahnsinns Elan Tag und Nacht und bei Wind und Wetter geschuftet bis alles fertig war“, sagt er.

Und offensichtlich hatten die jungen Leute dabei so viel Spaß, dass sie sich jetzt auch die andere Seite der Anlage vornehmen wollen. Rat und Verwaltung nahmen die Pläne sehr wohlwollend zur Kenntnis. Es gab Applaus und Lob von allen Seiten.

Nun muss nur noch die Finanzierung auf stabile Füße gestellt werden, denn die Skate-o-Faris wollen noch in diesem Jahr loslegen. Detlef Berger betonte dabei noch einmal, dass die Kosten für die Modernisierung der Anlage durch die hohe Eigenleistung der Skater wesentlich unter denen liegen, die entstünden, wenn eine Fachfirma mit der Aufgabe betraut würde. Er sprach von Kosten in zehnfacher Höhe zu den genannten 6500 Euro. Nun wollen die Skate-o-Faris auf Sponsorensuche gehen. FDP-Ratsmitglied Hanspeter Waculik kündigte bereits an, das Thema auch im Vorstand des Bürgervereins Jever zu besprechen. „Da werden wir euch sicher auch mit einer Summe unterstützen können“, sagte er.

Erneut Thema im April

Wer das Projekt darüber hinaus finanziell unterstützen möchte, der kann auch eine zweckgebundene Spende an die Stadt Jever richten.

Zudem stellte SPD-Ratsmitglied Gertrud Bunjes den Antrag, die Differenz zwischen den bis Frühsommer gesammelten Spenden und den Baukosten über den Nachtragshaushalt der Stadt auszugleichen. Nun kommt das Thema im Schul- und Sozialausschuss am 25. April erneut auf die Tagesordnung. „Dann wissen wir genau, wie viel Geld die Skater sammeln konnten und wie hoch ein städtischer Zuschuss dann noch ausfallen müsste“, sagte Bürgermeister Jan Edo Albers.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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