Altjührden Es geht doch: Die Drittliga-Handballer der HSG Varel-Friesland feierten mit dem deutlichen 35:29 über den SV Beckdorf den zweiten Heimsieg der laufenden Saison. HSG-Trainer Andrej Staszewski und den 380 Zuschauern in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden fielen tonnenschwere Steine von ihren Herzen. „Endlich gewonnen. Es hat alles gepasst. Mein Kompliment geht an die ganze Mannschaft“, jubelte Staszewski, der auf Till Schinnerer (Grippe) sowie die verletzten Max Wiedenmann (Knie) und Renke Bitter verzichten musste. Letzterer soll in den kommenden beiden Monaten seine Schulterverletzung auskurieren. Außerdem verpflichteten die Vareler Linkshänder Kevin Langer (20) vom Landesligisten HSG Neuenburg/Bockhorn (siehe Artikel auf dieser Seite).

Durch den Erfolg gegen Beckdorf verließen die Friesländer die Abstiegsränge. Schon früh hatten die Vareler den Grundstein zum dritten Saisonsieg gelegt, der durchaus noch hätte höher ausfallen können. Allen voran präsentierte sich HSG-Keeper Andre Seefeldt in einer bestechenden Form. Schon früh zog er mit glänzenden Reflexen den Beckdorfer Angreifern den Zahn. Allein in Halbzeit eins parierte er elf Würfe.

Zudem agierte HSG-Spielmacher Oliver Staszewski überragend: Zum einen degradierte er Beckdorfs Torjäger Maris Versakovs 50 Minuten lang zum Statisten, der nur vom Siebenmeterpunkt erfolgreich war, zum anderen traf er selbst nach Belieben. Elf seiner zwölf Tore erzielte er in den ersten 30 Minuten.

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Eine starke Partie in der Defensive lieferte neben dem reaktivierten Vaidas Dilkas auch HSG-Recke Martins Libergs ab, der Beckdorfs zweiten Torjäger Lasse Kohnagel in Schach hielt. Kohnagel wie auch Versakovs trafen erst, als die Begegnung schon gelaufen war. Auch ein Verdienst von Varels Abwehrchef Helge Janßen, der nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Schinnerer 60 Minuten lang durchhalten musste.

Ein Sonderlob von Staszewski erhielt diesmal Torben Lemke. Der baumlange HSG-Angreifer glänzte nicht nur mit fünf Toren, sondern überzeugte auch mit tollen Zuspielen an den Kreis oder auf die Außenpositionen. „Endlich! Torben hat eines seiner besten Spiele im HSG-Trikot abgeliefert“, freute sich Staszewski. Überzeugend mit sechs Treffern war ebenfalls wieder Varels slowakischer Nationalspieler Marek Mikeci. Eine Schwachstelle war gegen Beckdorf nicht zu erkennen, lediglich die Torausbeute hätte bei konsequenter Chancenverwertung noch deutlich höher sein können. Beckdorfs Keeper Stefan Stielert bewies aber gerade in Eins-zu-Eins-Situationen sein Können.

Der Spielverlauf ist schnell erzählt: Bis zum 10:11-Anschlusstreffer durch Stefan Völkers (19. Minute) konnte Beckdorf noch mithalten, doch anschließend brannten die Vareler mit einem 10:3-Lauf zum 21:13-Pausenstand ein wahres Feuerwerk ab. In Halbzeit zwei kamen die Gäste zwar kurzzeitig noch einmal ein wenig auf und konnten auf 21:25 verkürzen (41.), doch die Gastgeber zogen das Tempo wieder an und brachten den Sieg sicher über die Bühne. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Gastgeber in den Schlussminuten die Zügel ein wenig schleifen, was Versakovs mit vier Treffern ausnutzte.

„Varel hat verdient gewonnen. Wir haben im Abschluss Schwächen gezeigt und sind zu Beginn oft am starken Vareler Keeper gescheitert. Bei der HSG passte vieles. Fast jeder Wurf war ein Treffer“, bilanzierte Beckdorfs Trainer Lars Dammann.

Treffsicherster Schütze bei den Varelern war Oliver Staszewski mit 12/5 Toren. Bei den Gästen erzielte Versakovs mit 11/5 die meisten Tore.

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