Neuenburg Auch im zweiten Anlauf haben die Handballer der HSG Neuenburg/Bockhorn den Aufstieg in die Landesklasse verpasst. Der Vizemeister der Regionsoberliga Ems-Jade ist auch beim Relegationsturnier in Garrel gegen die Vizemeister aus drei anderen Handball-Regionen über den zweiten Platz nicht hinausgekommen und muss nun endgültig in der kommenden Saison einen neuen Anlauf zur angepeilten Rückkehr in die Landesklasse unternehmen.

„Wir können uns bald auch den Spitznamen Vizekusen aneignen“, sagt HSG-Torwart Florian Prill mit einer gehörigen Portion Galgenhumor. Zum Lachen war den Südfriesländern um Trainer Bernd Frosch trotz zweier Siege in drei Begegnungen allerdings überhaupt nicht zumute. Grund: Der Auftaktgegner und spätere Relegationssieger Eickener Spvg. II hatte sich mit seiner Personalpolitik den großen Unmut der anderen Turnierteilnehmer zugezogen.

Aufgrund des terminlich nach hinten geschobenen Turniers, das ursprünglich am 3. Juni hatte stattfinden sollen, hatten die Eickener Zweite die Möglichkeit, Akteure aus der Ersten einzusetzen, die knapp den Aufstieg in die Verbandsliga Nordsee verpasste hatten. „Dieses wurde bereits lange vor dem Turnier aus den anderen Regionen als Wettbewerbsverzerrung angesehen“, erläutert Prill. Nach einigen Telefonaten sei allerdings zugesichert worden, dass keine Spieler der ersten Eickener Herrenmannschaft eingesetzt werden würden.

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Doch es kam anders: Gleich sechs Spieler, die regelmäßig in der Landesliga spielen, liefen in Garrel für die Zweite auf, und stellten die anderen Relegationsteilnehmer nicht nur mit ihren vielen Toren vor sehr große Probleme. Prill: „Da bleibt ein sehr fader Beigeschmack.“

Dennoch versuchte die HSG schon im Auftaktspiel sportlich alles, doch konnte sie gegen Eicken über Zwischenstände von 12:16 (30. Minute) und 16:26 die bereits vorentscheidende 26:31-Niederlage nicht verhindern.

Gegen Gastgeber BV Garrel landete das Frosch-Team einen 19:13 (11:6)-Erfolg. Im abschließenden, bezüglich des anvisierten Aufstiegs aber bereits bedeutungslosen Spiel gegen die HSG Hude/Falkenberg sorgte Titus Klaudius mit einem direkt verwandelten Neunmeter nach Ablauf der regulären Spielzeit für den 18:17-Sieg.

„Am Ende bleibt uns von diesem Turnier leider nur eine nette Trainingseinheit und der Gewinn der goldenen Ananas“, bedauert Prill und ergänzt mit Blick auf die Eickener Spvg.: „Jeder nutzt seine Mittel wie er nur mal kann.“ Nach der verdienten Sommerpause wolle man nun in der Saison 2017/2018 erneut oben angreifen.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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