Hooksiel Für die Wasserschutzpolizei war es eine Bagatelle: Vor 14 Tagen war im Alten Hafen Hooksiel ein Streit zwischen Skippern zu klären – nicht zum ersten Mal gab es Radau wegen der Liegeplätze. Der Grund: Wenn am Wochenende viele Jachten den Hafen anlaufen, dann werden die Liegeplätze knapp. Und dann ist es üblich, dass ein Boot am anderen festmacht und Päckchen gebildet werden.

Doch das ist von den Bewohnern der „Stine“ nicht gewünscht. „Anlegen verboten“ steht auf dem Schild an der Bordwand. „Unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich Längsseitsgehen“ steht im Bericht der Wasserschutzpolizei. Denn natürlich legte damals ein Boot an der „Stine“ an – und schon gab es Krach.

Für die Wasserschutzpolizei ist die Sachlage ganz klar: „Wenn mehrere Boote nebeneinander festmachen müssen, dann muss der Eigner des Bootes an Land dulden, dass sein Boot zum Übergang überquert wird“, so die Polizei. Das ist auch in der Hafenordnung festgelegt – und entspricht ohnehin guter Seemannschaft.

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Für die Skipper, die bisher den Alten Hafen ansteuerten, war der Sachverhalt eindeutig: „Es ist egoistisch und unsportlich, keine Fender auszubringen, diese Schilder auszuhängen und zudem ein Beiboot, so auszulegen, dass ein Längsseits gehen unmöglich ist“, sagt ein erfahrener Skipper: „Zwar könnte man auch gegen den Willen der Eigner dort anlegen, aber wer mag schon Stunden in Konfrontation verbringen?“

Vorerst hat sich der seit Saisonbeginn schwelende Konflikt nun entschärft: Die Dauerlieger im Alten Hafen sind in der Werft. Erst im September sollen sie zurückkehren.

Bei der Wangerland Touristik GmbH, die für den Alten Hafen zuständig ist, wurde der Dauerstreit um die Liegeplätze mit Sorge beobachtet. „Eigentlich dürfte es gar kein Vertun geben“, sagt Friedo Gerdes von der WTG-Geschäftsführung der NWZ. Denn natürlich gelten im Alten Hafen Hooksiel die gleichen Regeln wie überall. Und eine Hafenordnung gibt es ebenfalls. „Doch die scheint nicht bekannt zu sein“, sagt Gerdes. Nachgedacht wird bei der WTG deshalb darüber, einen Hafenmeister zu bestellen, der die Ordnung durchsetzt.

„Und wahrscheinlich wäre es zu dem Streit auch nicht gekommen, wenn die alten Schiffe an der Südseite des Hafens liegen würden“, sagt Gerdes. Dort ist zwar nur ein kleiner Steg, aber der ist auch für ein größeres Schiff durchaus zu nutzen – nur ist der Liegeplatz eben nicht ganz so bequem wie einer an der Hafenmauer. „Den Ausbau der Südseite mit einem richtigen Anleger mussten wir leider schieben“, sagt Gerdes. „Ich hoffe, wir schaffen es, ihn 2019 bauen zu lassen.“

Bis dahin müssen sich die Skipper einigen, wenn es eng wird im alten Hafen. „Und womöglich wäre es zusätzlich sinnvoll, noch einmal vernünftige Hafenregeln durchzusetzen“, sagt Gerdes.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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