Friesland Es ist mal wieder Derbyzeit in der Fußball-Bezirksliga: So kommt es an diesem Sonntag zum Prestigeduell zwischen dem Heidmühler FC und TuS Obenstrohe. Derweil ist der BV Bockhorn gegen den SV Wilhelmshaven krasser Außenseiter.

Heidmühler FC - TuS Obenstrohe (Sonntag, 15 Uhr, Klosterpark). Mit großer Vorfreude gehen beide Mannschaften in dieses Derby – wobei Heidmühle als aktueller Spitzenreiter (18 Punkte/28:6 Tore) einen deutlich besseren Saisonstart erwischt hat als der Tabellenachte aus Obenstrohe (9/13:12).

„Es ist für uns das Friesland-Derby schlechthin: Beide Teams spielen seit Jahren schon um die oberen Plätze in der Bezirksliga mit, es kommen viele Fans mit, die Stimmung auf dem Platz wird richtig gut sein, und jeder weiß um die Stärken des anderen“, blickt HFC-Trainer Hans-Jürgen Immerthal gespannt auf den Sonntagnachmittag voraus. „Auch wir sind trotz der weiterhin angespannten Personalsituation frohen Mutes“, betont TuS-Coach Rainer Kocks: „Auch wenn die Heidmühler einen Lauf haben und voller Selbstvertrauen sind: Wir haben am Sonntag durchaus was vor im Klosterpark und wollen von dort unbedingt etwas mitnehmen.“

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Derweil will sich sein Gegenüber nicht von den bislang meist durchwachsenen Auftritten der Obenstroher blenden lassen – zumal diese am vergangenen Spieltag zu Hause den SV Brake mit 4:2 bezwungen haben. „Wer gegen den Titelaspiranten seinen Matchplan erfolgreich umgesetzt hat, kann mental nicht mehr so angeschlagen sein“, rechnet Immerthal mit einem tiefstehenden, aber im Umschaltspiel angriffslustigen Gegner. „Wir sind gewarnt und wissen, dass der TuS mit seiner enormen Offensivqualität immer in der Lage ist, sehr schnell über die Flügel oder die Mitte anzugreifen“, ergänzt der Heidmühler Trainer, der um den Einsatz von Torjäger Niklas Fasshauer (Bluterguss am Sprunggelenk) bangt.

Auf TuS-Seite fallen indes in Gerrit Kersting (Knie-OP), Kai Schröder (Außenbandriss im Fuß), Andreas Willers, Tom Gerdes (beide Muskelfaserriss), Julian Stieg (Leiste) und Pascal Beyer (Drüsenfieber) diverse wichtige Säulen sicher aus. „Dennoch ist der Kader noch groß und leistungsstark genug“, erklärt Kocks und fordert von seinen verbliebenen Spielern: „Wir müssen die Heidmühler unbedingt daran hindern, ins Spiel zu kommen, und unsere eigenen Fehler minimieren.“ Zudem hofft er, dass bei seinem Team in Sachen Chancenverwertung nach dem Heimsieg gegen Brake endlich der Knoten geplatzt ist.

BV Bockhorn - SV Wilhelmshaven (Sonntag, 15 Uhr, Hilgenholter Straße). Es gibt nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Unter diesem Motto empfangen die Bockhorner als krasser Außenseiter die Gäste aus der Jadestadt, die unter der Woche bundesweit für Schlagzeilen sorgten, weil sie sich in einem langen Rechtsstreit gegen Fifa und DFB durchgesetzt haben und nun auf die Rückstufung zur Saison 2017/2018 in die Regionalliga pochen (die NWZ  berichtete). Nichtsdestotrotz dürfte der SVW, der in dieser Spielzeit als einziges Team in der Bezirksliga II noch unbesiegt ist, weiter auch bei der sportlichen Titelvergabe ein gehöriges Stückchen mitreden wollen.

„Wir dürfen vor allem im Spielaufbau keine Fehler machen, denn die Wilhelmshavener beherrschen das Umschaltspiel perfekt“, weiß BVB-Trainer Simon Theilmann, der den SVW zuletzt beim 3:0-Sieg gegen Abbehausen beobachtete: „Wir können gut verteidigen, daher traue ich meiner Mannschaft durchaus eine kleine Überraschung zu – wenn es uns gelingt, die Räume vor allem für den enorm schnellen und torgefährlichen Robert Plichta eng zu machen.“ Der SVW-Stürmer sorgte am Mittwochabend mit seinem Treffer zum glücklichen 1:0-Sieg gegen den Landesligisten VfL Wildeshausen für den Einzug der Jadestädter in das Viertelfinale des Bezirkspokals.

Trotz des Fehlens der Offensivkräfte Wilke Runkel (Urlaub) und Stefan Reinke (privat verhindert) wollen die Bockhorner am Sonntagnachmittag dem großen Favoriten das Leben auf dem Platz an der Hilgenholter Straße so schwer wie möglich machen. „Auch dieses Spiel beginnt bei 0:0“, sagt Theilmann: „Vielleicht gelingt uns am Ende ja sogar ein echter Coup.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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