Heidmühle /Obenstrohe Während die Bezirksliga-Fußballer des Heidmühler FC am Mittwochabend im zweiten Saisonspiel den zweiten knappen Sieg eingefahren haben, blieben die Spieler des TuS Obenstrohe – wie erwartet – unfreiwillig arbeitslos. Grund: Das ebenfalls angesetzte Spiel gegen Chaos-Club TSV Oldenburg, der zuvor bereits im Bezirkspokal und im ersten Saisonspiel mangels eines Trainers und spielfähigen Teams nicht angetreten war, erschien auch an der Plaggenkrugstraße nicht.

Sollten die Oldenburger nun auch am Sonntag im dritten Punktspiel gegen Bümmerstede nicht antreten, stünden sie als erster Absteiger fest. Für die Obenstroher, die zu Hause gern an den 4:0-Auftaktsieg gegen Stenum angeknüpft hätten, bedeutet die Absage eine längere Pause. Erst am 26. August steht das nächste Punktspiel an – auswärts beim Aufsteiger FC Hude. „Schade, wir hätten den Schwung aus dem Stenum-Spiel gern früher mitgenommen“, so Rainer Kocks. Immerhin konnten er und sein Co-Trainer Marc Bury so am Mittwoch die Gelegenheit nutzen, unterschiedliche Gegner bei deren Punktspielen zu beobachten.

Statistik

Fußball-Bezirksliga

ESV Wilhelmshaven - Heidmühler FC 1:2 (0:2)

Heidmühler FC Lühr – Brunet, Kück, Kurzawa, Orru - Zytur (46. Touray, T. El-Ali, Haliti, K. Siebert (73. Klische) - Meine (90. Gould), Jashari.

Tore 0:1 Jashari (9.), 0:2 Zytur (39.), 1:2 Omairat (67./Foulelfmeter.

TuS Obenstrohe - TSV Oldenburg ausgefallen (Gäste nicht angetreten)

Nächstes Spiel Heidmühler FC - GVO Oldenburg (Freitag, 20 Uhr, Klosterpark).

ESV Wilhelmshaven - Heidmühler FC 1:2 (0:2). In einer hitzigen Partie auf holprigem Platz behielt der Landesliga-Absteiger beim Aufsteiger die Oberhand – obwohl die HFC-Akteure wie beim 3:2-Auftaktsieg in Rastede wieder zwei unterschiedliche Halbzeiten zeigten. Nun war Coach Markus Olbrys von der Leistung in Hälfte eins angetan: „Das war meisterlich. Wir hatten 80 Prozent Ballbesitz, haben gut kombiniert und viel Laufbereitschaft gezeigt.“

Lohn der Mühen war eine 2:0-Führung durch den enorm emsigen Dardan Jashari (9./Lupfer nach Vorarbeit von Haliti) und Niklas Zytur (39./nach schöner Kombination über Meine und Jashari). „Wir hätten sogar deutlich höher führen müssen, aber fünf-, sechsmal ist der Ball um Zentimeter am Pfosten vorbeigerauscht.“ Die einzige richtig gefährliche Chance der Platzherren vereitelte HFC-Torwart Steffen Lühr gegen einen allein auf ihn zueilenden ESV-Stürmer (29.).

„Im Nachhinein hätte ich am liebsten auf die Pause verzichtet, denn die hat uns völlig aus der Bahn geworfen“, bedauerte Olbrys: „Dabei hatte ich in der Kabine noch davor gewarnt, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.“ Es kam anders: Während der HFC total den Faden verlor, kam der ESV durch einen umstrittenen Foulelfmeter, den Ibrahim Omairat verwandelte, zum Anschlusstreffer (67.). Mehr Gegentreffer ließen die Heidmühler mit Glück und Geschick nicht zu.

Heidmühler FC - GVO Oldenburg (Freitag, 20 Uhr, Klosterpark). Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht: Während die HFC-Elf bereits zwei Spiele binnen fünf Tagen in den Knochen hat und keine 48 Stunden nach der ESV-Partie schon wieder ran muss, haben die Gäste aus Oldenburg noch gar kein Punktspiel bestritten. „Wir hätten die Partie gerne verlegt, der Gegner hat sich darauf aber leider nicht eingelassen“, ärgerte sich Olbrys: „Ich hoffe, dass meine Mannschaft auf dem Platz nun die richtige Reaktion darauf zeigt.“

Zusätzlichen Reiz bekommt das Spiel durch die Tatsache, dass GVO von Ex-Coach Hans-Jürgen Immerthal trainiert wird, der mit dem HFC 2016/2017 in die Landesliga aufgestiegen war, in der Hinrunde dann aber die Brocken hingeworfen hatte.

„Ich bin trotz der widrigen Ausgangslage für uns positiv gestimmt“, betont Olbrys vor der Heimpremiere: „Wir spielen zu Hause und wollen das Bestmögliche herausholen.“

Henning Busch
Lokalsport
Redaktion Friesland

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