Obenstrohe Die ganz großen Emotionen kamen erst nach dem Abpfiff: Nach dem locker und leicht herausgespielten 5:0 (2:0)-Heimsieg gegen den VfL Oldenburg II im letzten Saisonspiel, das über weite Strecken einem Sommerkick glich, stand bei den Bezirksliga-Fußballern des TuS Obenstrohe vor allem Gerold Steindor im Fokus.

Erfolgreiche Arbeit

Schließlich war es für den 64-Jährigen auf eigenen Wunsch das letzte Spiel in verantwortlicher Position als Trainer an der Seitenlinie. „Es gibt nur einen Gerold Steindor, es gibt nur einen Gerold Steindor!“, schallte es von der Tribüne auf dem Sportplatz an der Plaggenkrugstraße, wo Steindor in den vergangenen beiden Jahren zusammen mit seiner spielstarken Mannschaft äußerst erfolgreiche Arbeit geleistet hatte.

Unter Tränen und von einer Bierdusche völlig durchgeweicht, ließ der Trainer-Haudegen über Stadion-Mikro noch einmal einige Stationen seiner erfolgreichen aktiven Zeit, unter anderem als Spielmacher des damaligen Zweitligisten VfB Oldenburg, sowie seiner 30-jährigen Tätigkeit als Trainer Revue passieren. „Das alles hat hier einen würdigen Abschluss gefunden“, betonte Steindor unter großem Beifall.

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Dann dankte er seiner Mannschaft, die er nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr nun wieder in die Top Fünf geführt hatte, aber auch den Verantwortlichen des Vereins, der Zweiten und nicht zuletzt „den überragenden und einmaligen Fans“ für die riesige Unterstützung.

Seinem Co-Trainer Rainer Kocks, der in der kommenden Spielzeit neuer Chefcoach beim TuS Obenstrohe wird, dankte er ebenfalls für die gute Zusammenarbeit und wünschte ihm viel Erfolg für die Zukunft. „Ohne überheblich klingen zu wollen – ich denke, ich übergebe ein gut bestelltes Feld und bin überzeugt, dass die Mannschaft mit den anvisierten Zugängen auch in der neuen Saison wieder oben mitspielen wird.“

Dann war es genug der Worte: Die Mannschaft schnappte sich ihren scheidenden Trainer und warf ihn ausgelassen aus dem Spielerknäuel heraus in die Luft. Genügend Kraft dazu war vorhanden. Zum einen, weil Steindor in seinen Trainingseinheiten – nicht immer zur Freude seiner Spieler – stets viel Wert auf die Bildung bester physischer Grundlagen gelegt hatte; zum anderen, weil sich der Gegner aus Oldenburg in den letzten 90 Spielminuten der Saison als weitestgehend harmlos erwies.

Vor der Pause hatte Adnan Ramani den TuS in Führung gebracht (31.) – wobei der Torjubel flugs an die Seitenlinie verlegt wurde, wo alle auf Steindor zustürmten. Das 2:0 besorgte Abwehrchef Johann Booken per Foulelfmeter (34.). Er „durfte“ zum Strafstoß antreten, weil er nach dieser Spielzeit seine Fußballschuhe aus beruflichen und privaten Gründen an den Nagel hängt.

Gänsehautmoment

Für den zweiten Gänsehaut-Moment sorgte Booken, als er nach dem 3:0 durch Florian Jochens (51.) vorzeitig ausgewechselt wurde, um sich den verdienten Applaus von den Rängen abzuholen (68.). Prompt zelebrierte er, nachdem er die Kapitänsbinde an Lars Zwick übergeben hatte, mit den Fans auf der Tribüne eine La-Ola-Welle und wurde unter „Johann Booken Fußballgott“-Rufen von seinen Mitspielern auf der Bank in Empfang genommen. Den 5:0-Endstand besorgten Zwick (81.) und Janis Theesfeld (86.).

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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