Friesland Die Entscheidung des Niedersächsischen Fußballverbandes, die Spielbetriebspause bis zum 19. April zu verlängern, stößt an der Basis auf Verständnis. Ursprünglich hatte der NFV den Spielbetrieb bis zum 23. März ausgesetzt und wollte dann entscheiden, wie es weitergeht. Doch wurden die Fußballfunktionäre von den politischen Entscheidungen im Zuge der Corona-Krise überrollt.

„Die Verlängerung der Generalabsage ist die logische Konsequenz der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung in den letzten Tagen“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath. Der NFV wolle die weiteren Entwicklungen verfolgen und am 10. April dann über den möglichen weiteren Fortgang informieren.

Viele Städte, Gemeinden und Vereine hatten schon am Ende der vergangenen Woche Entscheidungen getroffen, die weit über die erste Generalabsage des NFV-Vorstandes für nur zehn Tage hinausgingen. So wurden Sportstätten gesperrt sowie der Trainings- und Spielbetrieb bis auf Weiteres komplett eingestellt.

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Wie es nach dem 19. April im Fußball weitergehen soll, steht in den Sternen. „Es gibt keine Notfallpläne. Niemand kann sagen, ob wir im Mai spielen. Wenn die Pause acht Wochen oder noch länger dauert, ist die Saison vorbei“, sagt Manfred Walde, Vorsitzender des NFV-Kreises Jade-Weser-Hunte, und ergänzt: „Im Moment verbietet es sich, irgendwelche Pläne zu machen. Wir können nur warten und hoffen, dass sich die Situation entspannt und verbessert. Fußball steht jetzt auf der Prioritätenliste ganz weit hinten, es gibt viele wichtigere Probleme, die gelöst werden müssen.“

Auch der Staffelleiter der Kreisliga Jade-Weser-Hunte, Horst Rickels, hat keinen Notfallspielplan in der Schublade: „Ich weiß nicht, wann oder wie es weitergeht. Ich selbst stelle mir diese Fragen im Moment auch nicht.“

Felix Agostini, Leiter Spielbetrieb in der Fußballabteilung des TuS Obenstrohe und dort auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, erklärt: „Sicher ist es für die Vereine schwierig, plötzlich das komplette Sportangebot einstellen zu müssen. Andererseits ist die Entscheidung des NFV, die Generalabsage vorerst bis zum 19. April zu verlängern, total verständlich. Daran führt gar kein Weg vorbei.“ Es gebe zurzeit viel wichtigere Dinge als den Fußball.

Für die Planungen der Clubs sei der nun bekanntgegebene längere Zeitraum ohne Spiel- und Trainingsbetrieb sogar besser, als von Woche zu Woche auf eine neue Entscheidung warten zu müssen. Ob die Saison überhaupt zu Ende gespielt werden kann, müsse indes abgewartet werden. Auch wegen der vielen ausgefallenen Spiele aufgrund der Unbespielbarkeit der Rasenplätze im Winter müssten in Obenstrohe ohnehin bereits 50 Großfeld-Heimspiele der Männer, Alt-Herren und Jugend bis zum geplanten Saisonende ausgetragen werden.

„Wenn ab dem 19. April tatsächlich weitergespielt werden kann, müsste das dennoch zu schaffen sein“, meint Agostini: „Allerdings glaube ich nicht daran, dass der Ball dann tatsächlich schon wieder rollen kann.“

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Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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