Altjührden Nach dem erlösenden 27:19-Kantersieg im Schicksalspiel vor heimischer Kulisse gegen den MTV Braunschweig gilt bei den Drittliga-Handballern der SG VTB/Altjührden die volle Konzentration nun dem nächsten Duell gegen einen direkten Rivalen im Abstiegskampf. So muss das Team von Trainer Andrzej Staszewski an diesem Sonnabend (17 Uhr) beim Dansk Håndbold Klub (DHK) Flensborg an der Förde antreten.

Sollte den Friesländern – auch dank des Rückenwindes aus dem Braunschweig-Spiel – in Flensburg tatsächlich der dritte Saisonsieg in fremder Halle gelingen, würden sie den Abstand in der Tabelle zum Team von DHK-Coach Andreas Hahn auf einen einzigen Zähler verringern und hätten zudem noch das Nachholspiel in Schwerin in der Hinterhand.

Im Hinspiel allerdings hatten die Vareler nach einem ganz schwachen Heimauftritt noch mit 30:35 den Kürzeren gezogen. „Damals hatten wir im Angriff große Probleme mit der robusten und offensiven 6:0-Abwehr der Flensburger, wodurch diese zu vielen Ballgewinnen und einfachen Toren nach Tempogegenstößen kamen“, erinnert sich Staszewski. In diese Falle wollen seine Mannen im Rückspiel nun nicht noch einmal tappen.

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„Wir brauchen uns beim DHK nicht zu verstecken“, gibt sich der SG-Coach angriffslustig: „Wenn die Jungs so konzentriert und engagiert an die Sache rangehen wie gegen Braunschweig, mit einer erneut bombastisch stehenden Abwehr und einem starken letzten Mann dahinter zwischen den Pfosten, dann ist auch in Flensburg was machbar.“

Zumal die Hausherren seit Mitte Dezember kein Spiel mehr gewonnen haben und nicht gerade vor Selbstvertrauen zu sprühen scheinen. Acht Spiele dauert die Sieglos-Serie der Förde-Handballer jetzt schon an. Während der DHK Flensborg in dieser Zeit nur 2:14 Punkte holte, kommen die Vareler immerhin auf 8:8 Zähler. Andererseits hatte das Hahn-Team bei den sechs Niederlagen in besagter Saisonphase jeweils nur hauchdünn das Nachsehen und erkämpfte sich zuletzt am vergangenen Wochenende ein überraschendes 24:24-Remis in Schwerin.

„Das war eine riesige Leistung“, betont Staszewski und verweist auf die Stärken des Gegners: „Der DHK hat auf jeder Position sehr gefährliche Spieler.“ Besonders treffsicher agierten zuletzt Rechtsaußen Jeppe Bruhn und der Rückraum-Rechte Marc Blockus, die gemeinsam bereits auf rund 250 Saisontore kommen.

Dennoch: „Jeder auswärts gewonnene Punkt kann in der Endabrechnung Gold wert sein“, weiß Staszewski und hofft, dass seine Spieler nach dem Brustlöser gegen Braunschweig jetzt nicht überdrehen: „Wir müssen alle am Boden bleiben, weiter hart arbeiten und geduldig auf den Klassenerhalt hinarbeiten.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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