Dangast „Ich weiß gar nicht, ob ich das gleich noch mal schaffe.“ Barbara Richter braucht erstmal eine Verschnaufpause. Sie hat am Sonntag bei den inoffiziellen deutschen Meisterschaften im Schlickrutschen, die am Rande des Watt-en-Schlick-Fest in Dangast ausgetragen wurden, teilgenommen. Aus der Vorrunde ging die 46-jährige Bochumerin als Siegerin eines der drei Frauenteams hervor. Im Finale unterlag sie dann doch noch knapp der 26 Jahre alten Johanna Kallusky.

Bei den Männern ist der neue deutsche Meister im Schlickrutschen auch der alte: Lokalmatador Daniel Tapken ist weiter unbezwingbar in der matschigen Friesendisziplin. Bei den fünften deutschen Meisterschaften im Schlickrutschen kämpften sich 13 Frauen und 28 Männer mit einem Schlitten durch den Schlick – mehr Teilnehmer als je zuvor. „Es hat sich rumgesprochen, dass es das hier gibt“, vermutete der Moderator des Wettkampfs zu Beginn und stellte sofort klar, dass es nicht um lockeres Rutschen geht: „Das ist richtig Arbeit, richtiger Sport.“

Anstrengend ist das Schlickrutschen gleich aus mehreren Gründen: Die Teilnehmer, die unter „Kampfnamen“ wie Slick B, Schlickiator oder Schlicki Gonzales antreten, müssen im knietiefen Schlick eine Strecke von zwei Mal 150 Metern zurücklegen – und dabei einen 20 Kilo schweren Schlickschlitten mit purer Muskelkraft anschieben. Dabei muss stets ein Körperteil, im Idealfall ein Knie, auf dem Schlitten sein – zumindest, wenn’s nach den Regeln geht. Alles andere als einfach. Das Schwierigste, so sagen erfahrene Schlickschlittenfahrer, ist das Wenden nach der Hälfte der Strecke. Da kann es schon mal passieren, dass der Schlitten stecken bleibt und sich querstellt. Und dann muss eben geruckelt und gezuckelt werden, bis es wieder rutscht.

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„Mir brennen schon die Waden, wenn ich nur zugucke“, staunte ein Zuschauer, der das Spektakel vom Strand aus beobachtet. Den Teilnehmer – oder „Kampfkandidaten“, wie der Moderator sie den harten Bedingungen entsprechend nennt – ist die Anstrengung anzusehen. Gejammert wird deshalb trotzdem nicht: Nach jeder Runde Schlickrutschen verteilte das Wettkampfkomitee Schnaps an die erschöpften Schlittenschieber.


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