Büppel /Neuenwege Den Start in diese richtungweisende englische Woche hatten sich die Fußballerinnen des TuS Büppel natürlich ganz anders vorgestellt. Doch ist der Druck im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord durch das 1:9-Debakel am Sonntag bei Holstein Kiel sowie die zeitgleichen Siege des Tabellenvorletzten TuS Schwachhausen und Drittletzten FC St. Pauli wieder extrem gestiegen.

Somit kommt es an diesem Mittwochabend im Nachholspiel gegen Schwachhausen nun fast schon zu einem Abstiegsendspiel. Der Anstoß auf dem Sportplatz an der Hoheluchter Straße in Neuenwege erfolgt um 19.30 Uhr.

„Während die Störchinnen laut Aussage des Kieler Trainers das beste Spiel der Saison ablieferten, hat unser Team die schlechteste Saisonleistung gezeigt“, blickt Stefan Janßen, Abteilungsleiter der Büppeler Frauen- und Mädchenfußball-Abteilung, noch einmal kurz zurück und unterstreicht die Bedeutung des jetzt folgenden Heimspiels: „An diesem Mittwochabend braucht unsere Mannschaft jeden Fan. Neuenwege muss zur Festung werden. Nicht, dass Varel nach den Handballern noch einen zweiten Abstieg aus der dritthöchsten Liga erleben muss.“

Die Ausgangslage: Während Schlusslicht TSV Limmer mit lediglich zehn Punkten nach 20 Spielen schon deutlich abgeschlagen ist, trennt Schwachhausen (18) auf dem ersten Abstiegsrang und davor St. Pauli (19) sowie Büppel (20) aktuell gerade einmal jeweils ein einziger Punkt.

Die wichtigste Frage aus Büppeler Sicht lautet jetzt: Kann Marcel Salomo seine Elf nach der deftigen Pleite beim favorisierten Tabellenvierten in Kiel binnen drei Tagen wieder aufrichten? Vor dem Abschlusstraining am Dienstagabend war der TuS-Trainer, ob der Intensität seiner Ansprache noch etwas unschlüssig. „Die Spielerinnen sind alt genug und wissen, was sie falsch gemacht haben. Klar ist: Eine derart hohe Niederlage kommt vor, darf aber nicht passieren“, betonte Salomo: „Wichtig ist jetzt allerdings vor allem, dass wir das Kiel-Spiel ganz schnell abhaken und den Fokus voll auf Schwachhausen legen.“

Fraglich ist dabei der Einsatz der Kapitänin Ann-Kathrin Wehmeyer (Fußprellung), die am Sonntag schmerzhaft vermisst wurde. Angeschlagen sind zudem Lena-Sophie Rusin und Rebecca Janßen, während Stürmerin Christina Müller eine Gelbsperre absitzt. Immerhin kehrt Mareike Tholen in den Kader zurück.

Im spannenden Hinspiel hatten sich die Büppelerinnen durch einen Treffer in der Nachspielzeit knapp mit 4:3 in Schwachhausen durchgesetzt und den Gegner damit niedergekämpft. Auch beim Wiedersehen im Rückspiel dürfte es erneut voll zur Sache gehen. Schließlich steht für beide Seiten am Abend sehr viel auf dem Spiel.

„Das wird Abstiegskampf pur“, prognostiziert Salomo: „Da sind 100 Prozent Einsatz gefordert und der absolute Wille, vorne Tore zu erzielen und hinten bis aufs letzte Messer zu verteidigen.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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