Büppel „Das war richtig geil, Leute!“, schrie Büppels Kapitänin Ann-Kathrin Wehmeyer am Mittwochabend in den wolkenverhangenen Abendhimmel über den Sportplatz in Neuenwege: „Deswegen leben wir Fußball. Deswegen stehen wir jeden Sonntag auf, fahren nach Kiel, lassen uns da abschlachten und zeigen dann zu Hause wie das wirklich funktioniert!“ Was folgte war ein ausgelassen feiernder Hüpfkreis mit standesgemäßer Humba.

Grund: Soeben hatten die Regionalliga-Frauen mit dem 2:1-Heimsieg im Abstiegsendspiel gegen den TuS Schwachausen (die NWZ berichtete) einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht, nachdem sie drei Tage zuvor noch heftig mit 1:9 bei Holstein Kiel untergegangen waren.

Zwei Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung der Friesländerinnen, die als Neunter aktuell auf 23 Punkte kommen, nun fünf Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz. Diesen bekleidet Schwachhausen (18). Der Drittletzte St. Pauli (19) muss aber ebenso kräftig zittern. Zumal sich durch den möglichen Abstieg des Zweitligisten BV Cloppenburg die Zahl der Absteiger in der Regionalliga Nord von zwei auf drei erhöhen würde. Schlusslicht TSV Limmer (10) ist bereits abgestiegen.

„Es ist bei aller Freude über den toll erkämpften Sieg gegen Schwachhausen noch nicht vorbei“, pocht Büppels Trainer Marcel Salomo daher darauf, dass seine Elf die Spannung in den letzten beiden Heimspielen der Saison hoch hält und „irgendwie noch einen Punkt holt“.

Denn das Restprogramm der Büppelerinnen hat es in sich – trotz Heimvorteils auf dem Sportplatz an der Hoheluchter Straße in Neuenwege. Schließlich steht an diesem Sonntag um 13 Uhr zunächst die Partie gegen Spitzenreiter SV Henstedt-Ulzburg auf dem Programm. Eine Woche später geht es dann zum Abschluss an gleicher Stätte gegen den Tabellensiebten Jahn Delmenhorst, bei dem die TuS-Frauen in der Hinrunde mit 2:8 die zweithöchste Saisonniederlage hatten einstecken müssen.

„Wenn wir an die Leistung gegen Schwachhausen anknüpfen und genauso weiterfighten, dann ist auch gegen den Tabellenführer was drin“, ist sich Salomo mit Blick auf die Partie gegen den SV Henstedt-Ulzburg (41 Punkte), der sich mit Werder II (40) einen packenden Titel-Zweikampf liefert, sicher: „Wir haben ja im Grunde gegen den Favoriten nichts zu verlieren. Und meine Mannschaft weiß, was sie leisten kann – sie muss es nur abrufen.“

Verzichten muss er allerdings auf die wegen einer umstrittenen Gelb-Roten Karte von Mittwochabend nun gesperrte Mareike Tholen. „Wir werden versuchen, das Beste herauszuholen. Und dann gucken wir mal, was am Wochenende auf den anderen Plätzen passiert“, sagt Salomo abschließend. Schließlich stehen auch St. Pauli (bei Werder II) und Schwachhausen (beim Fünften Meppen II) am Sonntag vor hohen Hürden.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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