Bremen /Sande Den Sprung auf den ersten Tabellenplatz der Eishockey-Regionalliga Nord verpasst hat der ECW Sande. Vor 440 Zuschauern in der Eissporthalle Paradice mussten sich die Jadehaie am Freitagabend im vorletzten Meisterrunden-Spiel überraschend bei den Weserstars Bremen, die im Kampf um einen der vier Playoff-Plätze bereits mit dem Rücken zur Wand standen, mit 2:6 (0:0, 2:2, 1:4) geschlagen geben. Somit konnte das Team von ECW-Coach Sergey Yashin kein Kapital aus der ebenfalls überraschenden 4:6-Pleite von Spitzenreiter Harzer Falken beim Hamburger SV schlagen und verbleibt auf Rang zwei.

„Wir können uns bei den mitgereisten Fans, die uns auch in Bremen klasse unterstützt haben, für unseren Auftritt im letzten Drittel nur entschuldigen“, nahm ECW-Kapitän Nick Hurbanek nach der Pleite an der Weser kein Blatt vor den Mund: „Man hat gemerkt, dass Bremen den Sieg definitiv mehr brauchte und wollte. Die ersten beiden Drittel waren von uns zwar noch ganz okay. Aber so wie im Schlussdrittel dürfen wir uns als Team – aller Unwägbarkeiten zum Trotz – nicht präsentieren“, betonte Hurbanek.

Statistik

Regionalliga, Meisterrunde

Weserstars Bremen - ECW Sande 6:3 (0:0, 2:2, 4:1)

Tore 0:1 Christian Synowiec (23./Vorlage Demianiuk, Runge), 0:2 Alexander Josch (27./Runge, C. Josch), 1:2 Igor Schön (32./Seleckis, Henze), 2:2 Igor Schön (38./S. Schophuis, Ljubobratets), 3:2 Silvestrs Seleckis (46./Lütjen), 4:2 Igor Schön (47./P. Schön, Ljubobratets), 5:2 Chase Hatcher (48./Lütjen, Ljubobratets), 6:2 Konstantin Ljubobratets (53.), 6:3 Tim Maier (56./Demianiuk).

Strafminuten Weserstars 18 – ECW Sande 8.

Zuschauer 440.

In der Tat hatten die ersatzgeschwächten, aber favorisierten Jadehaie nach einer 2:0-Führung durch Christian Synowiec (23.) und Alexander Josch (27.) Mitte des zweiten Drittels immer mehr den Faden verloren. So gelang Bremens Igor Schön per Doppelpack (32., 38.) zunächst der Ausgleich zum 2:2. Im Schlussabschnitt kassierten die Gäste aus Sande dann binnen 90 Sekunden drei Gegentreffer in Folge durch Silvestrs Seleckis (46.), Igor Schön (47.) und Chase Hatcher (48.) und gerieten auf die Verliererstraße. Zumal Konstantin Ljubobratets sogar auf 6:2 erhöhte (53.), ehe Tim Maier (56.) noch etwas Ergebniskosmetik betrieb.

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Bei Sande hatten sich vor allem die Personalprobleme in der Verteidigung bemerkbar gemacht. Erschwerend kam hinzu, dass Vitali Janke einen Schläger ins Gesicht bekam und im Mitteldrittel wegen einer Platzwunde zehn Minuten behandelt werden musste. Hurbanek konnte die Partie nur unter großen Schmerzen zu Ende bringen, nach dem er einen Puck auf den Daumen abbekommen hatte, der daraufhin stark anschwoll.

„Wir mussten hinten noch mehr improvisieren, und irgendwie war plötzlich alles durcheinander“, erklärte Hurbanek: „Das darf aber keine Ausrede für die Niederlage sein! So war nicht nur unser Powerplay-Spiel diesmal äußerst schwach, sondern wird vor allem über die Art und Weise unseres Auftritts im Schlussdrittel noch zu reden sein.“ Immerhin seien schon auf der Rückfahrt im Bus einige Spieler sehr selbstkritisch mit sich ins Gericht gegangen. Das sei ein guter Anfang, um sich als Team schnellstmöglich wieder von der besseren Seite zu zeigen. Hurbanek: „Genügend Qualität im Kader ist ja immer noch da!“

So bekommen die bereits sicher für das nachfolgende Playoff-Halbfinale qualifizierten Jadehaie bereits an diesem Sonntagabend im letzten Meisterrunden-Spiel die Möglichkeit zur Revanche. Schließlich sind um 19 Uhr die Weserstars Bremen in der Sander Eishalle zu Gast - und im Kampf um den Playoff-Einzug erneut zum Siegen gegen den Favoriten verdammt.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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