Bohlenbergerfeld Noch viel Luft nach oben haben viele Aktive des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) am Sonntag beim ersten Qualifikationswerfen für die im Mai 2020 in Schleswig-Holstein anstehende Europameisterschaft der Friesensportler gelassen. Im ersten von drei Wettkämpfen auf dem Segelflugplatz in Bohlenbergerfeld galt es, in den beiden Disziplinen Klootschießen (Standkampf) und Hollandkugel (Feldkampf) die ideale Fluglinie zu finden.

Wie erwartet, brachte sich gegenüber der technisch schwierigeren Disziplin Klootschießen die größere Anzahl von Aktiven in der Friesischen Wehde beim Streckenwerfen mit der Hollandkugel ein. In den sechs Wettkampf-Stunden nahmen 107 Aktive in vier Klassen (weiblich/männlich) das 300 Gramm schwere Wurfgerät in die Hand, um damit jeweils zehn Wurf zu absolvieren.

In der weiblichen Jugend dominierten zwei Mädchen aus dem Kreisverband Norden vom Verein „Noord Norden“. Hannah de Vries siegte mit 527,70 Metern, gefolgt von der FKV-Meisterin Femke Wilberts (515,70 m). Dritte wurde Fieke Müller (Reepsholt/508,30 m). Platz zehn, der noch für den Sprung in den EM-Kader zählt, nahm Leonie Gerdes (Rosenberg/ 464,10 m) ein. Nicht so gut lief es zum Auftakt für Jenny Struß vom KBV Zetel-Osterende (22. Platz/410,30 m), Anna Goesmann (KBV Zetel-Osterende/ 26./366,00 m) und Marianne Feldmann (KBV Sandelermöns/28./339,40 m).

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In der männlichen Jugend wies FKV-Meister Thore Bruns (Waddens/683,00 m) als Sieger einen Vorsprung von 50 Metern vor. Zweiter wurde Niko Oelrichs (Mamburg/632,90 m) vor Timon Claassen (Uttel/625,40 m). Auf Rang fünf reihte sich Dominik Köster (Langendamm/Dangastermoor/618,30 m) ein. Weiter hinten landeten Daniel Block (KBV Schweinebrück/18./544,20 m) und Eiso Bruhn (KBV Schweinebrück/ 23./488,50 m).

Bei den Frauen war die amtierende FKV-Meisterin Anke Klöpper (Südarle/579,20 m) das Maß der Dinge. Knapp dahinter landete Sonja Fröhling (Collrunge/Brockzetel/Wiesens/569,00 m) vor der sechsfachen FKV-Meisterin Wiebke Schröder aus Haarenstroth (561,30 m) und der vierfachen Europameisterin Marina Kloster-Eden aus Theener (560,10 m). Feenja Bohlken (KBV Halsbek/506,80 m) wurde Siebte. Weiter hinten rangierten Jana Schonvogel (KBV Schweinebrück/12./446,70 m) und Alena Janszen (BV Rosenberg/13./436,90 m).

Bei den Männern überzeugte Daniel Heiken (Schirumer-Leegmoor) mit der Siegerweite von 862,10 Metern. Der FKV-Meister Jelde Eden (Willmsfeld/825,70 m) landete auf Rang zwei, gefolgt von Sören Bruhn (Schweinebrück/812,70 m). Bjarn Bohlken (Grabstede/767,80 m) wurde Achter. Auf Rang elf folgte Henning Feyen (Ruttel/ 746,30 m). Der EM-Kader wird aus den ersten 15 Männern gebildet. Da muss sich Kevin Dupiczak (KBV Bredehorn/ 22./687,00 m) noch steigern.

Beim Klootschießen kämpften 50 Sportler um eine gute Position. In der weiblichen Jugend war Femke Wilberts mit dem 375-Gramm-Kloot und 166,20 Metern nach drei Wurf schon einsame Spitze. Damit hätte die FKV-Meisterin auch das Feld der Frauen mit 20 Zentimeter Vorsprung angeführt. Die Weiten der Einzelwürfe wurden vom Verband nicht mitgeteilt. Der Schnitt von Wilberts betrug 55,40 Meter. Zweite wurde in Janna Meiners (Mentzhausen/146,00 m) die FKV-Meisterin aus der B-Jugend, gefolgt von Hannah de Vries (KBV Norden/134,90 m).

In der männlichen Jugend war der Vorsprung mit über 30 Metern vor der Konkurrenz für FKV-Meister Thore Bruns (209,70 m) enorm. Der Waddenser warf im Schnitt fast 70 Meter weit. Zweiter wurde Simon Bussmann (Südarle/ 177,90 m), gefolgt von Hendrik Bohlen (Schirumer-Leegmoor/176,10 m). Wie im Hollandkugelwerfen wurde Dominik Köster (Langendamm-Dangastermoor/173,30 m) auch mit dem Kloot Fünfter.

Bei den Frauen lag ein Trio vorne fast gleichauf. Das Feld führte Europameisterin Anke Redelfs (Utgast) mit 166,00 Metern an. Lena Stulke (Schweinebrück/161,30 m) wurde Zweite vor Ann-Christin Peters (Ardorf/160,40 m). Zwischen Platz vier und sieben lagen gerade einmal drei Meter Unterschied.

Die Männer griffen zum 475 Gramm schweren Kloot. Erwartungsgemäß siegte der Europameister Hendrik Rüdebusch (Vielstedt-Hude/234,20 m/Schnitt 78,06 m). Der junge Grabsteder Bjarn Bohlken (226,50 m) wurde Zweiter, gefolgt von Sören Bruhn (Schweinebrück/221,10 m). Der Spohler Jens Stindt (206,00 m) wurde Zehnter.

„Es ist ja erst der Anfang, aber es gibt noch sehr viel Luft nach oben“, bilanzierte der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts nach dem Klootschießen. Am kommenden Sonntag, 24. November, geht es weiter in Bohlenbergerfeld. Der dritte Durchgang folgt am Sonnabend, 7. Dezember. Aus den drei Qualifikationswerfen werden die zwei besten Tageswertungen für die Nominierung in den EM-Spitzenkader herangezogen.

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