Bockhorn /Zetel Mit gemischten Gefühlen blicken die Basketballer der BSG Bockhorn/Zetel Tigers auf die wegen der großen Corona-Krise vorzeitig abgebrochene Saison 2019/2020 zurück. Das gilt insbesondere für die erste Männermannschaft, die nach zwei Aufstiegen in Folge bei ihrem Debüt in der Bezirksoberliga den sechsten Platz in der Abschlusstabelle belegt hat.

„Auf der einen Seite haben wir trotz vieler verletzter Spieler diverse gute Partien geliefert und konnten uns als Aufsteiger im Mittelfeld halten. Auf der anderen Seite wollten wir eigentlich schon weiter oben angreifen. So sind wir mit der Entwicklung jedes Einzelnen, aber auch insgesamt als Mannschaft nicht ganz zufrieden“, bringt es Jannik Peters, in Personalunion Center, Leistungsträger und rechte Hand von Trainer Miroslav Bujisic, auf den Punkt.

In der Tat waren die Wehde-Korbjäger mit einem personellen Handicap in die zweithöchste Basketball-Spielklasse Niedersachsens gestartet, weil Topscorer Tobias Jürgens wegen eines Kreuzbandrisses aus der Vorsaison von Beginn an nicht zur Verfügung stand. Erschwerend kam auf der Zielgerade der Saison hinzu, dass in Jan Scherer ein weiterer sicherer Punktegarant ausfiel und in den letzten drei Partien zuschauen musste.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Zudem mussten wir uns an das höhere Niveau in der neuen Spielklasse gewöhnen, zumal wir auch einige Jugendspieler in die Erste hochgeholt haben“, erklärt Peters: „Auch daher können wir im Nachhinein mit der Platzierung im Mittelfeld gut leben. Zumal wir gegen diverse starke Gegner eine Halbzeit lang gut mitgehalten haben, am Ende unser Kader aber nicht ausgeglichen und breit genug aufgestellt war, um zu gewinnen.“

Dennoch ließen die BSG Tigers vor allem in puncto mannschaftlicher Geschlossenheit noch Luft nach oben. „Das wird für die kommende Saison auch ein wichtiger Punkt sein, wieder ein richtiges Team zu formen“, erklärt Peters: „Eine Mannschaft, die vom ersten Spiel an, von der ersten bis zur letzten Minute immer alles für den Erfolg gibt. Unser Potenzial ist riesig, leider hat das noch nicht jeder begriffen. Umso wichtiger ist es, dass in der neuen Spielzeit wieder wirklich alle an einem Strang ziehen.“

Was dann möglich ist, habe das bislang letzte Spiel in diesem Jahr bei Tabellenführer Rasta Vechta II bewiesen. „Das war unser bestes Saisonspiel“, betont Bujisic. Obwohl neben Jürgens und Scherer in Hergen Sasse ein weiterer wichtiger Leistungsträger nicht zur Verfügung stand und der BSG-Coach eine ganz junge Truppe mit einem Altersdurchschnitt von höchstes 22 Jahren gegen den zum Siegen verdammten und in Bestformation angetretenen Titelfavoriten auf die Platte schicken musste, leisteten die Gäste aus der Friesischen Wehde im Rasta-Dome erbitterten Widerstand.

Sie führten zur Pause sogar mit sieben Punkten und hatten die Rastafaris, gegen die man im Hinspiel noch sang- und klanglos mit 74:102 untergegangen war, bis kurz vor Schluss am Rande einer Niederlage, ehe die Kräfte immer mehr nachließen und die Partie letztlich noch mit 67:81 verloren ging. „Dennoch hat man gesehen, was für ein großes Potenzial auch unsere jungen Leute haben“, freut sich Peters: „Auf der Nachwuchsförderung liegt ohnehin auch in der neuen Saison unser Hauptaugenmerk.“

Damit seien nicht nur die fünf Jugendteams von der U 10 bis zur U 18 gemeint, sondern auch der neuformierte Damen- und Mädchenbereich. „Auch hier wollen wir natürlich wieder für die bestmögliche Entwicklung sorgen und sind voller Hoffnung, in den kommenden Jahren die nächsten Talente in den Seniorenbereich hochzuziehen.“

Ob auch in der neuen Saison eine zweite Männermannschaft auf Körbejagd geschickt wird, müsse indes noch geklärt werden. Fakt ist, die BSG Tigers II, die in der Abschlusstabelle der Kreisliga Nord – punktgleich mit vier Verfolgern – den ersten Platz belegt haben, werden definitiv nicht in die Bezirksliga aufsteigen.

Derweil ist die Kaderplanung bei der Ersten – auch wegen der aktuellen Ungewissheit, wann und wie es mit der neuen Saison weitergeht – noch nicht abgeschlossen. „Das ist momentan durch die Corona-Krise natürlich alles schwerer zu planen und zu bewältigen“, erklärt Peters. Er geht allerdings davon aus, dass der aktuelle Kader im Großen und Ganzen zusammenbleibt. Zudem schaue man sich immer nach potenziellen neuen Spielern um.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.