200 Jahre Gemeinnütziger
Seit 37 Jahren voller Erfolg

Der Oldtimer-Markt in Bockhorn war von Anfang an ein Senkrechtstarter. Schon die erste Veranstaltung zählte 3000 Besucher an nur einem Tag.

Bild: Archiv
Viele Jahre lang druckte der Gemeinnützige nur Schwarz-Weiß-Bilder, wie diese Aufnahme vom Bockhorner Oldtimer-Markt im Jahr 2002.Bild: Archiv
Bild: Ulf Middendorf
Dieser Bericht über den Oldtimer-Markt mit Bild des Initiators und jahrelangen Veranstalters Herbert Ahlers (links) erschien am Montag, 29. Juni 1987.Bild: Ulf Middendorf
Bild: Ulf Middendorf
So berichtete „Der Gemeinnützige“ am Dienstag, 5. Juli, vom Oldtimer-Markt 1983.Bild: Ulf Middendorf
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Bockhorn Eigentlich hat der Bockhorner Oldtimer-Markt, der sich jetzt zum 37. Male jährt, seine Wurzeln in Varel – denn Herbert Ahlers, Gründer und Initiator dieser Veranstaltung, war Mitglied in der Vareler Oldtimer-Interessengemeinschaft. Den ersten Markt indes richtete er in seiner Heimatgemeinde Bockhorn aus, wo er im Gewerbegebiet Klinkerhof ausreichend Platz fand. Mit einem so großen Erfolg der Aktion hatte er aber wohl nicht gerechnet. Schon am ersten Tag bevölkerten 3000 Menschen den Platz, noch einmal so viele waren es am Sonntag darauf.

Das war vor 36 Jahren. Am 31. Juli und 1. August 1982 konnte „Der Gemeinnützige“ das erste Mal über diese Veranstaltung berichten, die zu einer der größten ihrer Art im Bundesgebiet werden sollte.

Die Idee dazu war eher Kritik: Ahlers passte es nicht, „dass sich so etwas nur im Westen und im Süden der Bundesrepublik abspielt“. Er wusste, dass es auch im Norden zahlreiche Oldtimer-Freunde gibt, die über restaurierte Fahrzeuge verfügen oder Ersatzteile haben, „die aber kaum etwas voneinander wissen“. Sie zusammenzubringen, das war Anliegen des Steinhauser Unternehmers – was sich auch bewährte: Inzwischen sind es Zehntausende Menschen, die in jedem Jahr den Oldtimer-Markt besuchen.

„Nicht zum Trubel mit großem Rahmenprogramm“ sollte der Markt ausarten, war das Ziel des Organisators. Auch das hat sich in den Jahren nicht geändert, wenngleich schon im nächsten Jahr die beliebte Friesland-Rallye dazugekommen ist, bei der sich eine Karawane historischer Fahrzeuge durch Friesland „und umzu“ bewegt und nostalgische Erinnerungen weckt.

„Es ist einfach enorm gewesen“ überschrieb „Der Gemeinnützige“ den Erfolg des ersten Marktes, der schon internationalen Charakter hatte: Neben Stuttgartern, Berlinern, Dortmundern und Düsseldorfern waren auch Engländer, Franzosen, Dänen und Niederländer zu Gast.

Schon 1983 war der Andrang auf dem zweiten Oldtimer-Markt so groß, dass Ahlers Bedenken kamen: „Die jetzige Größenordnung ist gerade noch machbar.“ Aber es ging doch noch größer: Der Markt siedelte später auf Weideflächen entlang der B 437 um. Inzwischen hatte Ahlers sein Hobby auch zum Beruf gemacht. Für seine eigenen neun Autoveteranen, die als „Edelschrott“ in seiner Scheune standen, hatte er dennoch kaum Zeit – die Vorbereitungen des Marktes nahmen ihn zu sehr in Anspruch.

Bis vor zwei Jahren organisierte Ahlers die Veranstaltung, bevor er die Leitung an seine Söhne Thilo und Jan abgab. „34 Jahre war er der Macher beim Markt“ überschrieb „Der Gemeinnützige“ den Abschied des rührigen Oldtimer-Freundes aus dem Markt-Geschäft. Am Freitag, 8. Juni, beginnt der 37. Oldtimer-Markt in Bockhorn, er dauert bis zum Sonntag. Freitagabend gibt es Live-Musik, Samstag bis in die Nacht hinein Biergärten und Grills und Sonntag startet die Friesland-Rallye.

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