Varel Das Gelände der Friesland-Kaserne ist derzeit ein Ort der Gegensätze. Auf der einen Seite verwandeln große und laute Baumaschinen die einstigen Mannschaftsunterkünfte zu riesigen Schuttbergen. Auf der anderen Seite herrscht in einem urwaldähnlichen Stück absolute Stille. Bäume, Pflanzen und Gras überwuchern die ehemaligen Straßen und Höfe, viele Gebäude sind durch die dichten Bäume kaum zu erkennen. An der Wand des ehemaligen Kesselhauses wachsen sogar Wein und Brombeeren.

15 Leserinnen und Leser der NWZ  besichtigten das Gelände am Donnerstagabend bei einer exklusiven Führung. In den kommenden Jahren entsteht dort, wo einst 1300 Soldaten ihren Dienst taten, verschiedene Bereiche für Wohnen, Gewerbe, Tourismus, Veranstaltung, Sport, Freizeit, Kultur, Gemeinbedarf und Vegetation. Esther Albert vom Sanierungsträger BauBeCon und Olaf Freitag, stellvertretender Leiter des Vareler Bauamtes, informierten die Gäste der Nordwest-Zeitung über das Projekt.

Heiko Theilken war von 1968 bis 1972 in Varel stationiert. „Mir blutet schon das Herz, wenn ich den Abriss sehe“, sagte er: „Ich hatte hier eine schöne Zeit.“ Besonders ärgere ihn, dass die Turnhalle nicht genutzt werden kann. Die wurde kurz vor der Stilllegung aufwendig saniert und brannte 2010 aus. „Die Vareler Vereine benötigen dringen Räume“, sagte Theilken.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Wenn ich überlege, wie oft ich hier durchgegangen bin“, meinte Hartmut Hofmann beim Gang über die von Gras zugewachsene Klinkerstraße Richtung Standortverwaltung: „Ich sehe das alles noch vor meinem geistigen Auge.“ Der Ex-Soldat, der von 1986 bis 1990 in der Kaserne gedient hatte, war aus Löningen (Kreis Cloppenburg) angereist.

Zwei besondere Erinnerungsstücke sicherte sich Volker Pape. Er baute mit Einverständnis der Stadt Varel seltene Wasserhydranten ab. „Sie waren verrostet und müssen nun aufgearbeitet werden“, sagte er. Die restaurierten Hydranten werden dann beim Wasserturm ausgestellt.

Kräftig gebuddelt werden muss noch bei der Errichtung eines neuen Baugebietes. Denn dort müssen zunächst unterirdische Bunker abgerissen werden.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwzonline.de/videos/friesland 
Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-friesland 
Video

Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.) / Redakteur
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.