Wangerooge Froh und glücklich, aber sichtlich erschöpft stellte er am Dienstagmittag sein Brett an die Düne am Surfstrand. Stefan Kruse hat es geschafft: Premiere gelungen – einmal um die Insel herum. „Aber es waren nicht wie angenommen 27,8 sondern nur 20,43 Kilometer“, meint der 31-Jährige.

Stehend auf einem Surfbrett – SUP, Stand Up Paddling genannt – hat er Wangerooge umrundet. Das ist eine schon nicht mehr ganz neue Welle. „Aber die jungen Leute stehen drauf“, erklärt Kruse. Er steht auch drauf.

Mit Kruse ging Sebastian Vogt am Dienstag um 8 Uhr aufs (ruhige) Wasser. Und schon nach vier Stunden und 28 Minuten war die Premiere erfolgreich abgeschlossen.

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Dann mit dem Rad zurück zum Surfstrand, wo schon die Jugendlichen warten, die Surfen lernen wollen. Von Kruse natürlich. Der ist immer noch Wangerooger durch und durch, obwohl er als junger Surfer die Welt gesehen hat. Aber bei dem Allrounder ist es wie im Krimi, wo der Mörder immer wieder zum Tatort zurückkehrt. „Okay, Venezuela, Fuerteventura oder Südafrika haben wunderschöne Fleckchen, wo es sich gerade als Surfer gut leben lässt, aber Wangerooge ist eben etwas Besonderes“, verrät er.

Die wirkliche Heimat Kruses: Wasser, Wind, Wellen, Wangerooge – besonders beliebt bei den Windsurfern. Selten ist die Nordsee ein Spielverderber. Doch heute liegt die See spiegelglatt und ruhig da. Kein Wind, aber tausende Sonnenstrahlen, die übers Wasser tanzen. Ein wunderschöner Anblick, nur nicht für Kruse. Der Hobby-Kicker, der ein Jahr lang wegen eines Knieschadens aussetzen musste und vom Insel-Animateur Marc Steffen fit gemacht wurde, sieht das Wasser mit einem ganz anderen Blick: „Für mich können die Wellen nicht hoch genug sein“, sagt er. Windsurfen – das ist sein Leben.

Die Welt der Surfer hat den früheren Meister noch nicht vergessen. Erst vor zwei Monaten nahm Stefan Kruse eine Einladung zur Weltmeisterschaft in Südfrankreich an und saß in der Jury. „Meine Benotung wurde bei der Entscheidung das Zünglein an der Waage.“

Es versteht sich, dass es Stefan Kruse immer noch in den Füßen juckt, wenn die jüngeren Kollegen beim Waveriding – beim Wellenreiten – die höchsten Sprünge und radikalsten Manöver wagen.

Hat er die Zeiten vergessen, als er die hohen Wellen selbst als Rampen für seine Sprünge benutzt hat? „Nein, natürlich nicht. So lange ist es ja noch nicht her, dass ich zu den besten Surfern gezählt habe“, sagt der Wangerooger schmunzelnd.

Und wann wird er bei den großen Windsurf-Regatten wieder seine gekonnten Vor- und Rückwärts-Loopings zeigen? „Ich hoffe noch dieses Jahr.“

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