Altjührden „Wieder aufstehen, Mund abwischen und die Versäumnisse aufarbeiten“, unter dieses Motto hat Spielertrainer Ivo Warnecke die Trainingswoche bei den Oberliga-Handballern der SG VTB/Altjührden gestellt. Nach der verdienten 24:27-Derbypleite beim VfL Edewecht, bei der man phasenweise bereits mit acht Treffern in Rückstand geraten war (14:22/46.) und trotz einer furiosen Aufholjagd (24:25/ 58.) die erste Saisonniederlage nicht mehr verhindern konnte, gab es Gesprächsbedarf. „Gleichwohl darf man jetzt natürlich nicht alles in Frage stellen“, betont Warnecke: „Wir sind immer noch Tabellenführer.“

Und das soll möglichst auch nach dem Heimspiel an diesem Samstagabend gegen den TV Neerstedt noch der Fall sein. Auf Wunsch des Gegners aus der Gemeinde Dötlingen, der zuletzt die erste Heimniederlage der Saison (24:29) gegen den SV Beckdorf hinnehmen musste, erfolgt der Anwurf der Partie in der Manfred-Schmidt-Sporthalle zu ungewohnter Zeit – bereits um 17.30 Uhr. Grund: Die Neerstedter wollen nach dem Auswärtssiel noch an der „Grün-Weißen Nacht“ ihres Vereins teilnehmen.

Das soll es von Vareler Seite dann aber auch schon gewesen sein, mit Zugständnissen an den Tabellenneunten. Dieser wird seit dieser Spielzeit nicht mehr vom ehemaligen Vareler Drittliga-Coach Jörg Rademacher trainiert, sondern von Neerstedts Ex-Spieler Björn Wolken. Ein bekanntes Gesicht gibt es allerdings noch in den Reihen der Gäste: Torhüter Hendrik Legler, der sich nach Jahren als hoffnungsvolles Talent zwischen den Altjührdener Pfosten im Sommer 2016 dem TVN angeschlossen hatte.

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Einer der Trainingsschwerpunkte unter der Woche war die Stärkung der zuletzt doch recht wackeligen 6:0-Abwehr. Zumal Routinier Martins Libergs (Bandscheibenvorfall) bis auf Weiteres im Innenblock nicht mehr zur Verfügung steht. „In der Deckung müssen wir unbedingt die Grundaufgaben wieder wachrufen“, erläutert Warnecke.

Überhaupt wolle er den Fokus in der Vorbereitung auf das Heimspiel weniger auf den Gegner ausrichten – abgesehen vom Videostudium: „Ich habe das Gefühl, dass wir einen Break in der Saison hatten und nach den Herbstferien nicht mehr an die starken Leistungen der ersten Spiele anknüpfen konnten.“ Es gelte daher vielmehr, die eigenen Abläufe in Abwehr und Angriff wieder zu verbessern.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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