Altjührden Durch einen absolut ungefährdeten 32:23 (17:11)-Heimsieg gegen den mitunter überforderten TV Neerstedt haben die Handballer der SG VTB/Altjührden die Tabellenführung in der Oberliga verteidigt. Eine Woche nach der ersten Saisonniederlage (24:27) im Derby beim VfL Edewecht präsentierten sich die Friesen diesmal von Beginn an hellwach, gerieten vor 511 Zuschauern in der Manfred-Schmidt-Sporthalle nur ein einziges Mal in Rückstand (0:1/1. Minute) und ließen nie einen Zweifel am Ausgang der einseitigen Partie aufkommen.

„Wir haben nach dem Derby die Woche über ganz viel gesprochen, und das hat Wirkung gezeigt“, freute sich SG-Trainer Ivo Warnecke: „Anders als in den beiden Spielen zuvor sind wir diesmal von Beginn an mit der richtigen Einstellung und sehr gut ins Spiel gekommen. Zudem war das Umschaltspiel aus der Abwehr nach Ballgewinnen deutlich besser.“

In der Tat waren die Vareler über 4:1 (5.) flugs auf 8:2 (13.) davongezogen. Großen Anteil am ungefährdeten Verlauf der Partie hatte zudem Levin Stasch (16 Paraden/2 Siebenmeter). Er konnte das Torwartduell gegen Varels Ex-Schlussmann auf TVN-Seite, Hendrik Legler, ganz klar für sich entscheiden. „Levin hatte einen super Tag erwischt, zumal er dabei diverse freie Würfe weggenommen und uns auch damit sehr viel Sicherheit gegeben hat“, analysierte Warnecke.

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Auch weil die Vareler ihrerseits im Abschluss deutlich konzentrierter agierten als zuvor, wurde Legler für die Gäste diesmal zu keinem wichtigen Faktor. Ebenso wie der wiedergenesene und eigentlich treffsichere Rückraumlinke Eike Kolpack (3), den die kompakte 6:0-Abwehr der Gastgeber wie dessen Nebenleute sehr gut im Griff hatte.

Über 21:12 (36.), 24:14 (33.) und 29:16 (51.) nahm das Unheil für die Neerstedter, die nach dem 32:20 (57.) immerhin noch etwas Ergebniskosmetik betrieben, seinen Lauf. Derweil hatte sich Warnecke den Luxus erlauben können, im Angriff einiges auszuprobieren. So durfte sich sein erneut bester Torschütze Oliver Staszewski (10) früh auf der Bank ausruhen, während die beiden Youngster Joke Brüning und Justin Herrmann im Rückraum sogar gemeinsam auf der Platte standen. Für Routinier Helge Janßen rückte indes Lasse Thünemann an den Kreis. Als äußerst sicherer Siebenmeterschütze entpuppte sich zudem der wiedergenesene Kevin Straten.

Am kommenden Wochenende ruht dann der Punktspielbetrieb in der Oberliga Nordsee – dennoch gibt es an selber Stelle in Altjührden gleich ein Wiedersehen mit den Neerstedtern. Grund: Die SG-Handballer sind im HVN/BHV-Pokal gefordert und genießen dabei Heimrecht in der Manfred-Schmidt-Sporthalle. Beim Drittrunden-Turnier bekommen es die Friesen am Sonntag, 19. November, mit dem Verbandsligisten VfL Fredenbeck II (11 Uhr) sowie den Ligarivalen Neerstedt (14 Uhr) und TuS Rotenburg (16 Uhr) zu tun. Gespielt wird im Modus jeder gegen jeden bei 2x15 Minuten pro Partie. Der Sieger qualifiziert sich für das Final-Four-Turnier.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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