Altjührden Nein, nicht schon wieder: Der Schreck war Christian Schmalz am Samstag deutlich anzusehen. Der Trainer der Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden und 501 Zuschauer in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden hatten gesehen, dass sich der gerade von einem Kreuzbandriss genesene SG-Shooter Lukas Kalafut nach einer eher harmlosen Aktion an die rechte Wade fasste und Richtung Auswechselbank humpelte. Erste Diagnose: Muskelfaserriss und mindestens zwei Wochen Spielpause. Nähere Untersuchungen sollen folgen. Kaum von diesem Schock erholt, musste auch Kreisläufer Michael Schröder mit einer Knieblessur auf die Bank.

Bis zu dieser 20. Minute und einer 9:4-Führung hatten die Vareler gegen den Vorletzten SV Beckdorf vieles richtig gemacht. Gäste-Torjäger Karol Moscinski wurde bis dahin zur Bedeutungslosigkeit degradiert. Den ersten seiner fünf Treffer erzielte Moscinski erst in der 26. Minute. Die Abwehr vor dem starken SG-Torwart Finn-Luca Schwagereit stand wie eine Wand und bot den Gästen kaum Chancen für platzierte Würfe. Dabei war der Einsatz von Schwagereit stark gefährdet. Nach einem Kopftreffer am Mittwoch musste der Zugang das Training abbrechen und tagelang behandelt werden.

Statistik

Oberliga Nordsee

SG VTB/Altjührden - SV Beckdorf 30:24 (15:11)

SG VTB/Altjührden Ots, Schwagereit – Schildknecht 7, Dick, Dröge 2, Kalafut 2, Langer, Rüdebusch, Summa 9/4, Schröder 1, Bitter 5, Menne 1, Rohde 3.

SV Beckdorf Fieritz – von Borstel, Hesslein, Bowe 5, Usadel, Benner, Kahrs, Steinscherer, Williams 6, Stancic 1, Fuhrmann 7, Moscinski 5.

Siebenmeter 4/4 SG VTB – 0/1 SV Beckdorf.

Strafminuten 6 SG VTB – 10 SV Beckdorf.

Stationen 3:1 (7. Minute), 5:2 810.), 7:3 (15.), 9:6 (21.), 12:7 (25.), 15:11 (Hz.) – 17:15 (35.), 18:17 (38.), 20:19 (42.), 23:20 (47.), 25:21 (50.), 28:23 (55.) 30:24 (Endstand).

Nächstes Spiel HSG Barnstorf/Diepholz - SG VTB/Altjührden (Sonnabend, 19.30 Uhr).

Das einzige Manko im ersten Spielabschnitt war die mangelnde Chancenverwertung bei den Gastgebern. Schon zur Pause hätten die Vareler das Spiel entscheiden müssen. Eine überragende erste Hälfte lieferte aber SG-Kapitän und Abwehrchef Kai Schildknecht, der alle seine sieben Treffer in den ersten 30 Minuten nach schönen Anspielen vom Kreis erzielte. Mit dem 15:11 waren die Beckdorfer noch gut bedient.

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Im zweiten Spielabschnitt fanden die Gäste um Spielertrainer Jürgen Steinscherer, der wegen einer Fußverletzung nicht auflaufen konnte, schneller ins Spiel. Tor um Tor holte Beckdorf auf. Zu diesem Zeitpunkt trafen SVB-Spielgestalter Michael-Leon Williams, Moscinski und Linksaußen Klaus Fuhrmann wie sie wollten. Nach dem 18:19 von Fuhrmann (39.) hatte Moscinski sogar die große Gelegenheit auf den Ausgleich. Doch der nur Minuten zuvor eingewechselte Keeper Rasmus Ots parierte den ersten und einzigen Siebenmeter der Gäste mit Bravour.

Überhaupt machte der estnische Nationalkeeper ab da den Unterschied. Immer wieder entschärfte er Würfe der Gäste. Zeitgleich lief Varels Spielmacher Dennis Summa zur Höchstform auf. Weder bei seinen traumhaft sicher verwandelten Siebenmetern (4/4) noch bei seinen Würfen war der beste Vareler Schütze (9/4) zu stoppen. Am Ende stand ein verdienter 30:24-Sieg für die Gastgeber.

„Das war eine emotionale und engagiert geführte Partie meiner Spieler. Sie haben vieles richtig gemacht“, resümierte Schmalz: „Der Sieg ist umso höher zu bewerten, weil wir in letzter Zeit einiges mit verletzten und angeschlagenen Spielern verkraften mussten. So musste Jonas Rohde, noch die ganze Woche zuvor grippekrank, nun durchspielen.“ Beckdorf sei zudem eine wurfstarke und ausgeglichen besetzte Mannschaft, die am Ende mit dem Abstieg nichts zu tun bekomme. „Bowe, Moscinski und Williams sind stark im eins gegen eins. Die kann man nicht immer ausschalten“, war Schmalz mit den beiden gewonnenen Punkten sehr zufrieden.

„Wir haben ein gutes Spiel gezeigt. Von Beginn an wollten wir Altjührden 60 Minuten Paroli bieten. Trotz der Niederlage bin ich zufrieden, zumal wir nach dem 2:7-Rückstand die Köpfe nicht hängen gelassen haben. Der Sieg der SG VTB ist am Ende sicher verdient“, so Steinscherer.

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