Altjührden Vor einem brisanten Heimspiel stehen die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden. Schließlich bitten die Vareler nach einer turbulenten Woche für beide Teams an diesem Samstagabend um 19.30 Uhr die HSG Schwanewede/Neuenkirchen zum Verfolgerduell Dritter gegen Fünfter in die Manfred-Sporthalle in Altjührden.

Was macht diese Partie so pikant?

Am Montagabend haben die SG-Verantwortlichen eine Trainer-Rochade in der Oberliga ausgelöst (die NWZ berichtete). So wurde Andreas Szwalkiewicz als Chefcoach und Dennis Graeve als Co-Trainer mitten in der Saison vom Liga-Rivalen aus Schwanewede losgeeist. Ursprünglich war in den Vertragsverhandlungen an einen Wechsel ab Sommer gedacht worden. Doch dann trat Varels Coach Christian Schmalz nach der Derbypleite gegen Schlusslicht Elsfleth überraschend zurück, und der vakante Posten musste deutlich früher neu besetzt werden. Durch das Abwerben des Trainerduos machten die Vareler ihre Sorgen zu denen der Schwaneweder – wobei alle Seiten klarstellten, dass immer mit offenen Karten gespielt worden sei. „Auch wenn eine sofortige Freigabe von uns nicht gewünscht war, sind die Gespräche sowohl mit den Wechselwilligen als auch mit der SG VTB/Altjührden respektvoll und in einem vernünftigen Ton verlaufen“, erklärt HSG-Obmann Georg Brinkmann.

Wo wird das neue Trainer-Duo am Samstag auf der Bank sitzen?

Nirgends. Vorgesehen war von vornherein, dass Szwalkiewicz/Graeve erst am Montag ihre Arbeit in Altjührden aufnehmen. Vielmehr wollte das Trainerduo am Samstagabend im direkten Duell der beiden Teams noch ein letztes Mal auf der HSG-Seite Platz nehmen. Doch es kam anders. Kurz nach Bekanntgabe des Wechsels schon mitten in der Saison hat die Mannschaft der „Schwäne“ geschlossen dafür votiert, nun bereits mit sofortiger Wirkung einen Schlussstrich zu ziehen. Somit wird Schwanewede in Altjührden bereits erstmals vom neuen Coach Henning Schomann (zuvor B-Jugend-Trainer bei der HSG) sowie dem neuen spielenden Co-Trainer und Ex-Vareler Torben Lemke gecoacht. Klar dürfte auch sein, dass die „Schwäne“ nach den Turbulenzen nun noch motivierter als ohnehin schon gegen die SG VTB/Altjührden zu Werke gehen werden. „Logisch. Es wird auf jeden Fall eine spannende Aufgabe werden“, erklärt Varels Sportlicher Leiter Christoph Deters.

Was hat Szwalkiewicz am Wechsel zur SG gereizt?

In erster Linie sportliche Gründe. „Altjührden strebt in absehbarer Zeit die Rückkehr in die dritte Liga an. Dieser größere Druck reizt mich“, betont der neue Vareler Coach. Für Altjührden hätte es zudem keinen Sinn gemacht, noch bis zum Saisonende einen Übergangstrainer zu suchen, ergänzt er: „Und so können sich die neuen Trainer beider Clubs jeweils frühzeitig mit ihren Teams vorbereiten und besser in die Kaderplanung für die neue Saison einsteigen.“

Was fordern die SG-Verantwortlichen jetzt von der Vareler Mannschaft?

„Ich habe der Mannschaft deutlich gemacht, dass die Leistungen gegen Elsfleth und Delmenhorst indiskutabel waren und ich ein ganz anderes Auftreten erwarte“, betont Deters, der wie schon in der Vorwoche auch am Samstag noch einmal in die Rolle des Interimscoaches schlüpfen wird. „Wir haben etwas gutzumachen“, sieht er das SG-Team in der Bringschuld: „Wir haben das Hinspiel verloren. Wir haben zwei der letzten drei Heimspiele verloren und uns in den vergangenen Wochen nicht gut präsentiert. Jetzt wird es Zeit, dass die Mannschaft wieder ihr positives Gesicht zeigt.“

Wird die SG in Bestformation auflaufen?

Nein. Neben dem Langzeitausfall Lasse Thünemann wird am Samstag definitiv auch Mannschaftskapitän Kai Schildknecht (beruflich bedingt) sowie der wegen einer Grippe krankgeschriebene Patryk Abram fehlen. Zudem sind in Finn-Luca Schwagereit sowie Kevin Langer weitere SG-Spieler grippegeschwächt und ihre Einsätze fraglich.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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