Altjührden Es läuft weiter alles andere als rund in der Rückrunde für die SG VTB/Altjührden: Eine Woche nach der 26:28-Pleite in Schwanewede kamen die Handballer des Oberliga-Spitzenreiters am Sonntagnachmittag beim Schlusslicht ATSV Habenhausen II nicht über ein 24:24 (12:13) hinaus. Am Ende musste die vorab klar favorisierte Mannschaft um Spielertrainer Ivo Warnecke angesichts eines 23:24-Rückstands 100 Sekunden vor dem Abpfiff und noch dazu in Unterzahl sogar froh sein, nicht gänzlich mit leeren Händen nach Hause zurückfahren zu müssen.

Hatte Warnecke in der Vorwoche noch die fehlende Einstellung seiner Mannschaft bemängelt, stellte er sich nun schützend vor sie – auch angesichts diverser angeschlagener Spieler. „Ich kann den Jungs diesmal absolut keinen Vorwurf machen, sie haben sich voll reingehängt“, betonte der Spielertrainer, der nicht nur Abwehrrecke Martins Libergs (Rückenprobleme) vermisste, sondern auch auf Fabian Hartwich (Oberschenkelzerrung) verzichten musste, während die grippegeschwächten Joke Brüning und Oliver Staszewski nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. „Diesmal hat mir die Einstellung gut gefallen, das Problem waren vielmehr die mangelnden personellen Alternativen“, erklärte Warnecke.

Überdies hatten die Habenhauser, die dem Rest der Liga trotz des unerwarteten Punktgewinns im Abstiegskampf schon aussichtslos hinterher hinken, die Vareler mit einer 4+2-Deckungsvariante vor Probleme gestellt. Dadurch wurden fast durchgehend zwei SG-Angreifer aus der Partie genommen.

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Doch kamen die Gäste nach dem frühen 0:2 (3. Minute) besser damit zurecht und setzten sich über 5:2 (10.) und 7:4 (17.) auf 10:5 (19.) ab – auch weil der wiedergenesene Jan-Uwe Behrends von Außen und vom Siebenmeterstrich vor der Pause hochprozentig traf (7/5). Nach der Fünf-Tore-Führung schmolz der Vorsprung über 11:9 (25.) bis zur Pause allerdings immer mehr zusammen. Zwar verteidigte die SG-Deckung um Abwehrchef Helge Janßen kompakt und hatte auch ATSV-Torjäger Marco Wilhelms recht gut im Griff. Doch schlichen sich nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit technische Fehler in der Offensive ein, die zu Ballverlusten führten.

Zwar hatten die Vareler nach dem Seitenwechsel zweimal die Chance, auf vier Tore davonzuziehen – beim Stand von 17:14 (45.) und 19:16 (49.). Doch leitete ein Fehlwurf die Wende ein. „Überhaupt waren die Würfe, die wir kräftemäßig bereits im roten Bereich nehmen mussten und nicht getroffen haben, entscheidend“, erläuterte Warnecke mit Blick auf falsche Entscheidungen (Heber) oder Konzentrationsmängel bei freier Wurfbahn.

So drehten die Habenhauser in der Hoffnung auf die Riesen-Überraschung und den dritten Saisonsieg die Partie und gingen beim 21:20 (55.) erstmals wieder in Front. In der hektischen Schlussphase gelang den bereits auf dem letzten Tropfen agierenden Varelern noch viermal der Ausgleich. Den 24:24-Endstand stellte Kevin Langer ein Minute vor dem Schlusspfiff in Unterzahl her.

Nun gilt es auf SG-Seite, schnell die Kraftreserven wieder aufzubauen. Schließlich folgt am kommenden Samstag (19.30 Uhr) das prestigeträchtige Derby in der heimischen Manfred-Schmidt-Sporthalle gegen den VfL Edewecht.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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