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Altjührden Nervenkitzel bis zur letzten Minute, gleich zwei bei kompromisslosen Abwehraktionen stark eingerissene SG-Trikots sowie drei kurze Rudelbildungen: Das im wahrsten Sinne des Wortes packende und emotionsgeladene Derby zwischen den Oberliga-Handballern der SG VTB/Altjührden und dem VfL Edewecht hatte es am Samstagabend in sich – auch wenn der spielerische Glanz fehlte, sondern kämpferische Tugenden ganz klar im Vordergrund standen. Am Ende glückte den Varelern mit dem 26:25 (12:14)-Heimsieg vor 777 Zuschauern, darunter auch viele kaum minder lautstarke Fans aus dem Ammerland, in der bestens gefüllten Manfred-Schmidt-Sporthalle die Revanche für die Hinspiel-Pleite. Zugleich machte die SG ein ganz wichtigen Schritt zum angestrebten direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga.

„Es war ein Spiel auf Augenhöhe und ein klasse Derby, bei dem es trotz allen Einsatzes immer fair geblieben ist“, bilanzierte SG-Spielertrainer Ivo Warnecke zufrieden. Sein Gegenüber auf VfL-Seite Tobias Weihrauch erklärte: „Es hat Spaß gemacht, vor solch einer Kulisse anzutreten, und war ein geiles Spiel. Beide Teams haben alles reingelegt in dieses Derby – das mussten sie auch.“

In der Tat hatten sich beiden Mannschaften in diesem Spitzenspiel Erster gegen Dritter von Beginn an nichts geschenkt. Dabei konnten die Gäste ihre Nervosität früher ablegen als die Hausherren, denen vor der Pause zudem die Verunsicherung im Angriff nach zuvor zwei Spielen ohne Sieg noch anzumerken war. Und so rannten die Vareler über 0:3 (7. Minute), 3:6 (17.), 5:8 (21.) und 8:9 (23.) bis zum Halbzeitpfiff immer einem Rückstand hinterher.

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„Wir bekommen in der ersten Halbzeit viele Tore von Außen sowie nach eigenen Fehlern per Gegenstoß oder aus der zweiten Welle“, analysierte Warnecke treffend. In der Pause konnte er seine Mannschaft allerdings wachrütteln. „Es war sehr wichtig für uns, dass wir direkt nach Wiederbeginn so gut reingekommen sind.“

So sorgte Oliver Staszewski beim 15:15 (35.) für den ersten Ausgleich und wenig später Routinier Martins Libergs für die erste Führung der Gastgeber überhaupt – 16:15 (37.). Doch es blieb eng und umkämpft. Auch weil es die Vareler nach dem 21:19 (48.) durch den treffsicheren Linksaußen Patryk Abram mehrmals verpassten, den Vorsprung weiter auszubauen. Und so war die endgültige Entscheidung gegen die trotz sichtbar nachlassender Kräfte nie aufsteckenden Edewechter selbst mit dem 24:22 von SG-Kapitän Helge Janßen ins verwaiste VfL-Tor (57.) noch nicht gefallen.

„Natürlich ärgern wir uns, dass es nicht mehr ganz zu einem Punkt gereicht hat“, gestand VfL-Coach Weihrauch: „Aber die Vareler waren uns nach der Pause physisch überlegen, weil uns die Alternativen fehlten.“ SG-Spielertrainer Warnecke sagte: „Zum Glück hatten wir am Ende dann auch die notwendige Qualität im Angriff.“ Erfolgreichste SG-Werfer waren Abram (6) und Staszewski (6/3). Bei den Edewechtern, die auf den vierten Tabellenplatz abrutschten, traf der ehemalige Vareler Renke Bitter (7) am besten.

Vergoldet wurde der Derbysieg der SG am Sonntag durch die 23:29-Pleite von Verfolger HSG Barnstorf/Diepholz beim TV Bissendorf-Holte. Damit führen die Friesen das Klassement in der dreiwöchigen Osterpause mit sechs Punkten Vorsprung an.


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Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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