Altjührden Unterschiedlicher könnte die Ausgangs- und Gefühlslage am vorletzten Spieltag der Handball-Oberliga kaum sein: Während die SG VTB/Altjührden als vorzeitiger Meister nach den ausgelassenen Aufstiegsfeierlichkeiten völlig befreit in ihr letztes Heimspiel gehen kann, stehen die Akteure des Elsflether TB unmittelbar vor dem Abgrund und kämpfen an diesem Samstagabend vielleicht schon um ihre allerletzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt. Der Anwurf erfolgt um 19.30 Uhr.

Bisheriger Kader für die 3. Liga

Folgende SG-Spieler haben bisher ihre Verträge in Altjührden verlängert: Kapitän Helge Janßen, Patryk Abram, Kevin Langer, Levin Stasch, Jan-Uwe Behrends, Lasse Thünemann und Kevin Straten, während Ivo Warnecke sich zukünftig auf das Traineramt konzentrieren und nicht mehr selbst zum Ball greifen will.

Neu zur Mannschaft stoßen im Sommer vor der Drittliga-Saison bislang Rückraumspieler Dennis Summa (SG Achim/Baden) und Kreisläufer Kai Schildknecht (VfL Edewecht).

Rein optisch dürften die Gäste aus der Wesermarsch, die als Tabellenvorletzter zum Siegen verdammt sind, dabei schon vor dem Anpfiff ihr „blaues Wunder“ erleben – für den Fall, dass genügend Anhänger der Vareler Handballer dem Aufruf des SG-Kompetenzteams um Piet Ligthart und Andre Seefeldt Folge leisten. „Wir wollen die Manfred-Schmidt-Sporthalle zum Abschluss zur blauen Festung machen“, heißt es: „Unterstützt den Meister, indem ihr blau gekleidet in die Halle kommt. Macht die Tribüne zu unserer blauen Wand.“

Auch deshalb sieht SG-Spielertrainer Ivo Warnecke keine Motivationsprobleme bei seinem Team: „Wir wollen das Spiel unbedingt erfolgreich gestalten, um uns anständig von unseren Zuschauern und Fans zu verabschieden.“ In jedem Fall soll nach dem Abpfiff und der offiziellen Meisterehrung durch den Handballverband Niedersachsen (HVN) noch einmal ordentlich gemeinsam der direkte Wiederaufstieg in die dritte Liga gefeiert werden.

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Kurz vor dem Anwurf dürfte allerdings auch ein Hauch von Wehmut durch die Pfeilerhalle wehen. Schließlich werden dann die Spieler verabschiedet, die den Verein verlassen. Dabei dürfte es sich neben den Routiniers Martins Libergs (38) und Jochen Toepler (39) sowie Kreisläufer Fabian Hartwich (23) wahrscheinlich auch um Oliver Staszewski (25) handeln.

Der erneut treffsicherste SG-Torjäger und jahrelange Leistungsträger hatte vor Saisonbeginn gegenüber den Vareler Verantwortlichen mit offenen Karten gespielt und wird nach dem Abschluss seines Maschinenbau-Studiums aus beruflichen Gründen nun wohl seine Zelte in Altjührden abbrechen.

„Wenn Olli geht, wäre das nicht nur sportlich, sondern auch menschlich ein Riesenverlust“, sagt SG-Keeper Levin Stasch. Derweil wird Staszewski vor allem mit dem OHV Aurich in Verbindung gebracht, der zwei Spieltage vor dem Saisonende allerdings noch um den Klassenerhalt in der dritten Liga bangt.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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