Altjührden Nach dem Ende des Höhenfluges in der Handball-Oberliga mit zwei bitteren Punktspiel-Niederlagen in Folge wollen die Spieler der SG VTB/Altjührden an diesem Samstag vor heimscher Kulisse möglichst für einen versöhnlichen Jahresabschluss sorgen – und zwar mit dem Gewinn des Landespokals. Als Gastgeber des Final-Four-Turniers im gemeinsamen Pokal-Wettbewerb der Landesverbände Niedersachsen (HVN) und Bremen (BHV) bekommen es die Vareler dabei im zweiten Halbfinale um 16.30 Uhr mit dem Landesligisten TV Bohmte zu tun.

Im ersten Halbfinale messen sich zuvor ab 15 Uhr die SG Börde Handball (Verbandsliga) aus der Nähe von Hildesheim und Varels Oberliga-Rivale VfL Fredenbeck in der Manfred-Schmidt-Sporthalle. Die Spielzeit beträgt jeweils 2x20 Minuten. Sollte es nach 40 regulären Spielminuten unentschieden stehen, geht es sofort mit einem Siebenmeter-Werfen weiter.

Amateurpokal

Der Sieger des HVN/BHV-Landespokals ist im Frühjahr berechtigt, gegen die Pokalsieger der anderen Landesverbände um den Amateurpokal des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zu spielen. Teilnehmen dürfen nur Vereine, die maximal in der vierten Liga spielen. Sollten alle 22 Landespokal-Sieger bis zum 22. Dezember beim DHB melden, könnte es Anfang Januar noch Qualifikationsspiele geben. Das Achtelfinale im Amateurpokal wurde auf den 25./26. Januar terminiert. Es folgen Viertel- und Halbfinale (Februar/März). Das Finale findet vor großer Kulisse beim publikumsträchtigen Final Four im DHB-Pokal am 4./5. April 2020 in der Hamburger Barclaycard-Arena statt.

Das Ticket für das Finalturnier im DHB-Pokal haben folgende namhafte Bundesligisten gelöst: der THW Kiel, MT Melsungen, TBV Lemgo Lippe und TSV Hannover-Burgdorf. Im ersten Halbfinale trifft Titelverteidiger Kiel auf Lemgo, im zweiten Halbfinale messen sich Hannover und Melsungen.

In der Vorsaison hat sich der ATSV Habenhausen als Vertreter Niedersachsens und Bremens sogar den Sieg im Amateurpokal gesichert. Der Oberliga-Rivale der SG VTB/Altjührden setzte sich im Finale vor 2551 Zuschauern in Hamburg mit 31:29 nach Siebenmeterwerfen gegen BTB Aachen (Mittelrhein) durch. In der ersten Runde des DHB-Pokals traf Habenhausen dann später unter anderen auf Bundesligist Hannover und schied aus.

Die Sieger der beiden Halbfinals ermitteln ab 18.30 Uhr dann den hiesigen Landespokal-Gewinner. Dieser wiederum sichert sich zugleich die Teilnahme am deutschen Amateur-Pokal (siehe Infobox) und wahrt somit die Chance auf die Teilnahme am DHB-Pokal 2019/2020.

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Allerdings ist die Vorfreude auf die Ausrichtung des Finalturniers im Landespokal bei den Varelern unter der Woche durch das anhaltende Verletzungspech stark getrübt worden. Während neben den Langzeitverletzten Kai Schildknecht und Lasse Thünemann auch Dennis Summa (Schulter) wie in der Vorwoche bei der 32:34-Pleite in Bissendorf ausfällt, stehen nunhinter den beiden Youngstern Finn Menne und Aydrian Dröge (beide Rücken) sowie Patryk Abram (Trainingsrückstand nach langer Verletzung) ganz dicke Fragezeichen.

„Aktuell muss ich leider davon ausgehen, dass mir für die eventuell 80 Spielminuten am Samstag nur acht Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung stehen“, bedauert SG-Coach Christian Schmalz: „Aber Jammern bringt nichts. Unser primäres Ziel ist es, mit einer Jetzt-erst-recht-Mentalität das Endspiel in Altjührden zu erreichen, vor dem dann unsere Physios den Jungs hoffentlich noch mal die Beine lockern können.“

Aber erst einmal gelte die volle Konzentration dem Underdog aus Bohmte, „den wir garantiert nicht auf die leichte Schulter nehmen werden“ (Schmalz). Die Bohmter hatten im Viertelfinale in einer extrem torreichen Partie den klassenhöheren Verbandsligisten TSV Daverden mit 45:41 aus dem Wettbewerb geworfen, während sich die favorisierten Vareler beim Verbandsligisten HSG Heidmark mit 29:24 (14:12) schadlos hielten.

In der Landesliga ist der TV Bohmte nach sechs Siegen in Folge auf den sechsten Platz geklettert. Am vergangenen Samstag nutzte Schmalz die Chance, den Pokalgegner direkt vor der eigenen Haustür in Aktion zu beobachten. So weilte er beim Landesliga-Spiel der HG Jever/Schortens gegen den TVB in der Jahnhalle und sah einen 29:27-Erfolg der Gäste aus dem Landkreis Osnabrück.

„Sie verfügen über eine starke Achse auf Rückraum links und Linksaußen und spielen eine gute zweite Welle“, hat der Coach sein dezimiertes SG-Team gewarnt: „Da müssen wir mit Wille und Kraft von Anfang an voll dagegenhalten. Zudem hoffen wir natürlich auch angesichts der großen personellen Probleme auf lautstarke Unterstützung von den Rängen.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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