Altjührden Von wegen, Wiedersehen macht Freude: Ausgerechnet gegen den Oberliga-Rivalen TV Neerstedt haben die Handballer der SG VTB/Altjührden am Sonntag als Gastgeber des Drittrunden-Turniers im HVN/BHV-Pokal alle Hoffnungen auf das Erreichen des Final Four verspielt. Durch die 17:23-Pleite im zweiten Spiel des Tages gegen den TVN, den man an selber Stelle vor einer Woche im Punktspiel noch problemlos mit 32:23 bezwungen hatte, waren die Chancen aufs Weiterkommen praktisch auf ein Minimum gesunken.

Die Ergebnisse

Gespielt wurde beim Drittrunden-Turnier im HVN/BHV-Pokal in Altjührden im Modus jeder gegen jeden (Spielzeit 2x15 Minuten).

Folgende Ergebnisse gab es in der Manfred-Schmidt-Sporthalle: SG VTB/Altjührden - VfL Fredenbeck II 14:10 TuS Rotenburg - TV Neerstedt 8:15 VfL Fredenbeck II - TuS Rotenburg 17:12 TV Neerstedt - SG VTB/Altjührden 23:17 VfL Fredenbeck II - TV Neerstedt 22:12 SG VTB/Altjührden - TuS Rotenburg 17:12

Die Sieger der insgesamt vier Drittrunden-Turniere haben sich für das Final Four qualifiziert: VfL Fredenbeck II (Verbandsliga), SG Achim/Baden, SG Bremen/Hastedt, HSG Schwanewede/Neuenkirchen (alle Oberliga).

Zwar gewann das ersatzgeschwächte Team um Spielertrainer Ivo Warnecke die letzte Partie des Turniers vor 186 Zuschauern in der Manfred-Schmidt-Sporthalle gegen Liga-Rivale TuS Rotenburg mit 17:12 (8:7). Doch zogen die Vareler im direkten Vergleich mit dem VfL Fredenbeck II und TV Neerstedt (alle 4:2 Punkte) den Kürzeren. Denn die Neerstedter hatten mit der geglückten Revanche gegen die SG VTB/Altjührden ihr Pulver bereits verschossen und waren im vorletzten Turnierspiel gegen die Fredenbecker mit 12:22 in 2x15 Minuten komplett unter die Räder gekommen.

So jubelten am Ende überraschend die Akteure aus Fredenbeck über den Einzug ins Finalturnier. Sie waren auf dem Papier als einziger Verbandsligist gegen die Oberliga-Konkurrenz zwar als Außenseiter angetreten, hatten ihren Kader aber mit einigen Spielern aus dem Drittliga-Team des VfL verstärkt.

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„Unsere Jungs waren vom Kopf her gegen Neerstedt gar nicht richtig da“, analysierte Varels Co-Trainer Ralf Koring mit Blick auf den Aussetzer gegen den TVN: „Wir haben vorn zu viel verworfen und hinten zu viel kassiert.“ Als die Vareler ihre Felle im Spielverlauf davonschwimmen sahen, versuchten sie es noch mit einer offenen 4:2-Deckung – aber ohne Erfolg.

„Nachdem Fabian Hartwich umgeknickt war, mussten wir in der 6:0-Deckung umbauen – das ist leider nach hinten losgegangen“, bedauerte Warnecke: „Außerdem stimmte die Einstellung gegen Neerstedt einfach nicht. Vielleicht hatte der eine oder andere noch den Sieg aus der Vorwoche im Hinterkopf. Das ist ärgerlich und darf uns nicht passieren, denn das Erreichen des Final Four war unser erklärtes Ziel.“

Dabei war beim Turnierauftakt am Vormittag gegen Fredenbeck II (14:10) noch vieles nach Plan gelaufen. „Wir waren engagiert in der Abwehr und haben die Tore vorn teils gut herausgespielt“, lobte Warnecke. Auch mit der abschließenden Leistung beim 17:12-Sieg gegen Rotenburg zeigte sich der SG-Spielertrainer „unterm Strich zufrieden“. Wobei der Kräfteverschleiß gerade bei den erfahreneren SG-Spielern nach einem langen Handball-Tag klar zu erkennen war.

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Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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