PESARO Die jüngste Werferin war zu Beginn des ersten Wettkampftages die Größte: Lena Stulke aus Schweinebrück hielt mit ihren gerade einmal 14 Jahren am Freitagvormittag im Standwettkampf der weiblichen Jugend der großen nervlichen Belastung stand, als erste Athletin des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) überhaupt den Wettkampfreigen bei den Europameisterschaften in Pesaro/Italien eröffnen zu müssen – und wie.

Gleich mit ihrem ersten Wurf schockte sie die Konkurrenz und überraschte zugleich sich selbst und ihre mitfiebernden Trainer, Familienangehörigen und die jubelnden FKV-Anhänger unter den rund 1500 Zuschauern im Stadion von Pesaro. 56,24 m leuchtete auf der Anzeigetafel auf und Applaus brandete auf – neue persönliche Bestleistung. Diese hatte zuvor 55,80 m betragen, das allerdings mit ordentlich Windunterstützung, während es am Freitag bei strahlendem Sonnenschein zunächst absolut windstill war.

Auch die anderen beiden Würfe des Nachwuchstalentes aus der Friesischen Wehde konnten sich bei fast optimalen Bedingungen sehen lassen, so dass sie mit einer Gesamtweite von 165,80 m und deutlichem Vorsprung vor der Konkurrenz in Führung ging. „Besser hätte es nicht laufen können, egal welche Platzierung am Ende dabei herauskommt“, zeigte sich Stulke überglücklich. „Ich hatte mir einen Schnitt von 52 m zum Ziel gesetzt und war zu Beginn ganz schön nervös.“

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Dann hieß es für die Friesländerin zittern, wie sich ihre zum Teil deutlich älteren Konkurrentinnen (bis 18 Jahre) schlagen würden. Als die große Favoritin Luisa Friedrichs (Dietrichsfeld) zwei ihrer drei Würfe nach links verrissen hatte, war für Stulke die Erlösung da: Gold bei ihrer EM-Premiere. „Es war schlimmer auf die Ergebnisse der anderen zu warten, als selbst zu werfen. Ich bin überglücklich, jetzt habe ich mein großes Ziel erreicht!“

Die 16-jährige Friedrichs rettete dagegen noch Silber im Einzel (140,55 m) und trug damit zum durchaus überraschenden Gewinn des Mannschaftstitels für den FKV bei (412,50 m). Denn favorisiert waren die letztlich zweitplatzierten Schleswig-Holsteinerinnen (396,70 m) gewesen.

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