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Jever Mit einem sehr speziellen Programm verzauberten die sechs Musiker der Gruppe „Los Temperamentos“ die Besucher im Audienzsaal beim zweiten Konzert in der Reihe der Schlosskonzerte am Mittwochabend. Barockmusik zwischen den Kontinenten Europa und Lateinamerika brachten sie zu Gehör. Mit Cembalo, Flöten, Cello, Laute und Gitarre sowie dem Gesang von Swantje Tams Freier zeigten sie auf, wie die Musik beider Kontinente schon im 18. Jahrhundert wechselseitig stark beeinflusst wurde.

Lieder Unbekannter

Nicht nur stark europäisch orientierte Barockmusik, wie die Sonate d-moll von Domenico Scarlatti und Alessandro Stradella, war zu hören – dem übrigens nachgesagt wurde, er sei ein leidenschaftlicher Liebhaber adliger Frauen und der auch wegen einer solchen Frauengeschichte umgebracht worden ist. Das Spektrum reichte bis hin zu Liedern von unbekannten Verfassern, die von Kirchenleuten in der damaligen Zeit gesammelt wurden und heute noch gespielt werden.

So hatten sie auch mit „Tonada La Seliosa“ einen Gesang eines Sklaven aus dem Kongo, der mit dem Satz beginnt: „Über’s Meer brachten sie mich ohne jeden Grund und ließen die Mutter meines Herzens zurück.“ Auch ganz deftiges zum Thema, wie sich die Seeleute in den Kneipen um den Hafen amüsierten, hatten die Musiker aus den Sammlungen herausgeholt.

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„El Galeon“, so der Titel des Konzerts, zeigt auf, wie schon kurz nach der Eroberung Lateinamerikas kulturelle Einflüsse in beide Richtungen wirksam wurden.

Musikalischer Genuss

Die Eroberer brachten ihre eigene Musik mit, sammelten zudem die Musik der Einheimischen und brachten sie nach Europa, wo sie in die hiesige Musik einging. Und mit der gemischten Zusammensetzung des Ensembles, Nestor Cortes Garzon (Barockcello) und Hugo de Rodas Sanchez (Laute, Gitarre) stammen aus Lateinamerika, bietet sich diese Thematik geradezu an.

Mit großer Spielfreude trugen sie diese ungewöhnlichen Stücke vor und zeigten so Einflüsse auf, die schon damals in beide Richtungen über den Ozean gingen und auch heute noch nichts von ihrem Reiz verloren haben. So bereiteten sie den Besuchern einen unvergesslichen musikalischen Genuss.

Das nächste Schlosskonzert beschäftigt sich am Mittwoch, 17. August, mit „Händel’s Rosen“ und wird von der Hamburger Ratsmusik und der Tanzakademie am Meer bestritten.

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