Zetel Gehen die Bügel beim Musikexpress alle richtig zu? Ragen die Holzklötze unter dem Autoscooter auch wirklich nicht heraus, so dass niemand stolpert? Und sind die Notausgänge in den Festzelten frei und nicht mit Bierkisten verstellt? Sich das alles genau anzuschauen ist die Aufgabe von Goedeke Memmen und Claudia Blatt. Die beiden sind bei der Bauaufsicht des Landkreises Friesland und sind am Freitag mit einem großen Stempel über das Marktgelände gelaufen.

Für die Schausteller heißt das: Rede und Antwort stehen und alle Papiere parat haben – vor allem den TÜV-Bericht. Jedes Jahr muss diese Betriebserlaubnis für die Fahrgeschäfte und Festzelte erneuert werden. „Die Auflagen sind immens geworden“, sagt Annegret Fleßner, die mit ihrem Festzelt direkt am Rathaus auf dem Ohrbült steht. „Bei den Festzelten kommt ja auch noch die Windlastprüfung dazu.“

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Goedeke Memmen schaut sich im Festzelt um: Sind die Notausgänge frei? Gibt es einen Feuerlöscher? Wie sieht der Aufbau aus? „Wir machen hier nur eine Sichtprüfung. Alles andere hat ja der TÜV abgenommen“, sagt Memmen. Den TÜV-Bericht schaut sich der Bautechniker noch einmal genau an. Dann wird abkassiert. 60 Euro zahlt Annegret Fleßner für die Abnahme der Bauaufsicht. „Wir sind einer der wenigen Landkreise, die die Gebühr noch in bar entgegennehmen. Das machen wir, um den Schaustellern entgegen zu kommen und nicht noch mehr Bürokratie zu schaffen“, sagt Goedeke Memmen. Annegret Fleßner bekommt einen Stempel.

Die meisten der Schausteller auf dem Zeteler Markt kennen die beiden Landkreis-Mitarbeiter längst. So wie Rick Meinecke, der seit mehr als zwanzig Jahren mit seinem Musikexpress auf dem Zeteler Markt dabei ist. „Man kennt sich“, sagt Claudia Blatt und schüttelt dem Musikexpress-Betreiber aus Oldenburg die Hand. Sie prüft die Papiere, ihr Kollege läuft an der Wagenreihe entlang und kontrolliert, ob die Bügel alle richtig zu gehen. Die Mitarbeiter der Bauaufsicht schauen noch einmal unter das Fahrgeschäft und weil alle Papiere in Ordnung sind, geht es weiter. Nächste Station ist der Break-Dancer. Auch hier: Alles in Ordnung. Der Betreiber kann sein Fahrgeschäft an diesem Samstag anschmeißen. Es wird geschaut, gestempelt, kassiert. Goedeke Memmen und Claudia Blatt wissen genau, wonach sie gucken müssen und wo es Probleme geben könnte. „16 Fahrgeschäfte und Zelte laufen wir ab“, sagt Claudia Blatt. „Ich bin bloß froh, dass wir bei den Karussells nicht mitfahren müssen.“


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Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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