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Dangast Deichlinie soweit das Auge reicht, der Hafen, das Sielbauwerk – das sind die Dinge, die Dangast ausmachen, die einfach dazugehören. Mit welchem Aufwand das alles aber geschaffen wurde, daran verschwenden wohl die wenigsten Einheimischen und Urlauber einen Gedanken. Kaum vorstellbar ist, wie Männer das alles mit den einfachsten Werkzeugen und Maschinen gebaut haben, und wie viel Handarbeit darin steckt. Davon können sich jetzt aber die Zuschauer eines Films ein Bild machen: Der III. Oldenburgische Deichband hat einen Dokumentarfilm mit beeindruckenden historischen Aufnahmen produziert. Er trägt den Titel „Lebensraum Küste – Die Geschichte des Deich-, Siel- und Schöpfwerkbaus im Raum Dangast“.

Das historische Filmmaterial hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küstenschutz und Naturschutz zu Verfügung gestellt. Restauriert und digitalisiert wurde das Material vom Team des Oldenburger Vereins „Werkstattfilm“, Regisseur ist dessen Geschäftsführer Farschid Ali Zahedi.

Wie die Menschen damals der Küstenlinie Gestalt gegeben haben, mit nicht viel mehr als ihren bloßen Händen, einfachen Maschinen, ohne Helme, Handschuhe oder Sicherheitsschuhe, das zeigen die historischen Filmaufnahmen eindrucksvoll.

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So wird zum Beispiel berichtet, wie die alten Siele bei Ellenserdamm Anfang des 20. Jahrhunderts so baufällig waren, dass die Deichsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Deshalb hatte das Deichamt in Oldenburg 1922 den Neubau der Ellenserdammer Siele angeordnet. 1924 war das neue Sielbauwerk fertiggestellt – und es war so laienhaft aufgebaut worden, dass es von Anfang an große Mängel aufwies und später aufwendig saniert werden musste.

Der Film des III. Deichbands zeigt auch die Geschichte und den Bau des Dangaster Siels. Es war dicht am tiefen Wasser gebaut worden, um für eine optimale Entwässerung einen möglichst kurzen Anschluss an das Außentief zu schaffen. Zudem konnte das Sielbauwerk dort auf dem vorhandenen Sanduntergrund ohne Pfähle errichtet werden. Wie das passierte, kann der Zuschauer des Films genau verfolgen. 1956 wurde der Rohbau des Sielbauwerks fertiggestellt. Am 7. September 1957 konnte das neue Dangaster Siel in Betrieb genommen werden.

Interviewt werden im Film Zeitzeugen, die von den Bauarbeiten berichten – darunter auch Willi Chmielewski, der Leitende Baudirektor a.D. Diethard Ness, Wilfried Helmke, außerdem der Sielwärter Helmut Gabriel-Jürgens und Schöpfwerkswärter Peter Ihnen.

„Wir müssen etwas tun gegen das Vergessen“, sagte Hans-Heinrich Schrievers vom III. Deichband bei der Vorpremiere des Films am Dienstagabend im Zeteler Lichtspielhaus. Einige Karten gibt es noch für die Filmvorstellungen am 21. und 23. Oktober im Zeli (je um 20 Uhr) und für die Vorführungen am am 24. und 31. Oktober im Oldenburger Kinoladen (Weinstraße). Alle anderen sind ausverkauft. Im Dezember soll der Film auch auf DVD erscheinen.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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