BOHLENBERGERFELD Eine kommunalpolitisch bedeutsame Funktion der 50 Jahre alten Dorfgemeinschaft Bohlenbergerfeld hat der Landrat des Landkreises Friesland, Sven Ambrosy, gewürdigt. Die Dorfgemeinschaft mit derzeit 150 Mitgliedern habe stets auch Bürger-Belange wahrgenommen, sei Interessenvertretung und Sprachrohr gegegenüber den politischen Gremien der Gemeinde und des Landkreises gewesen, sagte Ambrosy beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinschaft am vergangenen Sonnabend in der historischen Gaststätte Hurling in Bohlenbergerfeld.

Das sei ein wichtiger und dankenswerter Beitrag zur politischen Kultur; die Demokratie lebe nicht zuletzt von einem solchen Engagement sozusagen an der Basis, betonte Ambrosy. Solche Zusammenschlüsse seien ein unverzichtbares Bindeglied zur Politik.

Wenn Bohlenbergerfeld heute einen besonders ansprechenden und gepflegten Eindruck mache, so sei dies nicht zuletzt ein Verdienst der Dorfgemeinschaft. Auch zum Aufbau des Schulmuseums Bohlenbergerfeld, heute eines der weithin bekannten Markenzeichen des Landkreises, habe die Dorfgemeinschaft seinerzeit beigetragen.

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Weiter sei eine erstaunliche Vielfalt an gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten zu verzeichnen; anfangs sei im Saal bei Hurling sogar Theater gespielt worden. Insgesamt verkörpere die Dorfgemeinschaft, 1958 in Zeiten des gesellschaftlichen Aufbruchs gegründet und vom Gründungsvorsitzenden Georg Quathamer 30 Jahre lang geleitet, eine große und lebendige Tradition, auch bezüglich der Pflege des Plattdeutschen. Die Gemeinde Zetel könne „stolz auf Sie sein“, betonte Ambrosy, dem derzeitigen 1. Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Hans-Dieter Jürgens, einen Scheck überreichend.

Glückwünsche der Gemeinde Zetel, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft, überbrachte auch der stellvertretende Bürgermeister Eckhard Lammers, der ebenfalls einen Scheck überreichte. Namens der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gratulierte Pastor Michael Treppner; Tradition diene nicht dazu, Asche aufzubewahren, sondern Feuer weiterzugeben, und er wünsche da „ganz viel Feuer“. Pfarrer Manfred Janßen, katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius, unterstrich den „guten Geist“ und besonderen Zusammenhalt der Gemeinschaft; in Bohlenbergerfeld sei frühzeitig erkannt worden, wie wichtig solche Werte seien. Auch Janßen überreichte einen Scheck.

Der Vorsitzende Hans-Dieter Jürgens ließ in einem Rückblick die vielfältigen historischen Aktivitäten und Initativen – nicht zuletzt: Errichtung eines Gefallenen-Ehrenmals 1965 – Revue passieren und verwies auch auf Errungenschaften der jüngsten Vergangenheit, unter anderem den Kinderbolzplatz und eine Verbesserung der Straßenbeleuchtung.

Besonders würdigte Jürgens, 1. Vorsitzender seit 2000, seine Vorgänger im Amt Georg Quathamer und Gerd Quathamer. Zum Gründungsvorstand gehörten weiter Carl Struß, Alfred Hartmann und Hugo Stöver. Dem Gründungsmitglied Ernst Hollje, 80, überreichte Jürgens einen großen Präsentkorb. Eine besondere Würdigung wurde auch den ältesten Mitbewohnerinnen und Mitgliedern, Emma Haker (96), Bernhardine Ochsendorf (92), Berta Hilbers (91) und Gerda Ackermann (91) zuteil. Geehrt wurde ferner Marianne Haase, engagiert in der Seniorenbetreuung.

Glückwünsche, überwiegend verbunden mit finanziellen Gaben, überbrachten auch die Vertreter von neun Vereinen, unter anderem des Oldtimer-Clubs, des Boßelvereins, des Western-Vereins Cheyenne, des Landvolks und des Heimatvereins Zetel. Die Gratulationscour dokumentierte zugleich das besonders rege Vereinsleben im Dorf und in der Gemeinde Zetel.

Ein Merkmal ist

auch die

besondere

Solidarität der Gemeinschaft

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