Jever Das allerneuste Smartphone, trendige Markenkleidung, Urlaub in den angesagtesten Gegenden der Welt: Schön, wenn man Eltern hat, die sich das leisten können. Ganz bitter wird es, wann man wie Patrick bei den Reichen und Schönen mitspielen möchte, sich das aber nicht leisten kann.

Dann muss man zusehen, wie man an Geld kommt – zum Beispiel, indem man an der Schule einen florierenden Drogenhandel aufbaut.

Darum geht es im Musiktheater „Viel ist nicht genug“, mit dem Jugendliche der Jugendpflegen Wangerland und Jever am Freitag im jeverschen Theater am Dannhalm Premiere gefeiert hat. Das Stück aus der Feder von Jugendpflegerin Anja Willms-Janssen greift das Thema Konsum auf. Und zwar den Konsum von Drogen, insbesondere von Crystal Meth.

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Extrem gefährliche Droge

„Diese Drogen sind extrem gefährlich und zumindest Crystal Meth macht sofort nach dem ersten Gebrauch abhängig. Oft sind es banale Zufälle, die dazu führen, dass Jugendliche eine Droge ausprobieren“, sagt Willms-Janssen. Welche Gefahren im Konsum lauern, stellt das Stück dar. Es soll aufklären, aber nicht belehren.

Die Geschichte spielt an einer Schloss-Schule – das Bühnenbild zeigt das Märchenschloss Neuschwanstein. Dort gibt es nicht nur die Schüler – die reichen Schönen und die Normalos – sondern auch einen neuen jungen, attraktiven Lehrer, raffgierige Drogendealer und zwei Gespenster, die bereits Jahrhunderte durchs Gemäuer dort spuken.

Patrick gerät in die Fänge der Junkies Ricky und Mick, die ihm Crystal Meth anbieten – zum Weiterverkauf unter den Schülern.

Das Drama nimmt seinen Lauf – und ist dabei durchaus witzig: Schülerin Britta verguckt sich in den leicht geheimnisvollen Lehrer Marcel Eichmann, der tatsächlich ein verdeckter Drogenermittler ist. Brittas Freundin Melanie, die in Patrick verliebt ist, kann Schlossgespenst Maurice Sarkozy sehen – für alle anderen sehen ihre Plaudereien aus wie Selbstgespräche.

Live-Musik

Und Maurice findet den Drogenkonsum durchaus erfreulich, denn im Drogenrausch können ihn alle sehen oder zumindest hören. Und das hat er Jahrhunderte lang nicht mehr erlebt.

Die Band „The Owl“ spielt dazu die passende Musik: „Willst Du mit mir Drogen nehmen, dann wird es rote Rosen regnen“ oder „Komm, wir geh’n zusammen den Bach runter“ – so und ähnlich lauten die Texte.

Das Musiktheater ist in Zusammenarbeit von Jugendpflege Wangerland, Jugendhaus Jever und Kunstschule Kiebitz entstanden. Es knüpft an den Erfolg des ersten Stücks „Der Himmel muss warten“ im vergangenen Jahr an. Gefördert wird es mit Mitteln des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Dadurch ist der Eintritt für alle Aufführungen frei.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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