LIMASSOL /JEVER Das Klima im Mittelmeer erinnert überhaupt nicht an die Weihnachtsstimmung zu Hause: Bei schon fast sommerlichen Temperaturen erscheint der Weihnachtsmann mit dickem Mantel etwas deplatziert.

Trotzdem gestalten die Soldaten ihre Arbeitsbereiche adventlich: Die Besatzung des Schnellboots „Hermelin“ hat in einer großen Bastelaktion eine Weihnachtsmannmütze hergestellt und in ca. zehn Metern Höhe auf eine Antenne gesetzt. Auf den Tischen in den Messen und Büro-Containern am Stützpunkt-Hafen in Limassol (Zypern) brennen die Kerzen des Adventskranzes, die Türchen der Adventskalender an den Wänden sind geöffnet.

An Heiligabend wird ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, so dass auch fern von den Lieben daheim bewusst wird, dass jetzt eine besondere Zeit ist.

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Die Friedensbotschaft der Engel von Bethlehem steht im Mittelpunkt der Weihnachtspredigt: „Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens“ – vielleicht sind wir hier im Unifil-Einsatz dem Weihnachtsgeschehen viel näher, als uns manchmal bewusst wird.

Für den Gottesdienst haben die Soldaten ein großes Zelt mit einem Weihnachtsbaum und Lichterketten geschmückt.

Viele Soldatinnen und Soldaten werden in diesen Stunden mit ihren Gedanken bei ihren Angehörigen sein. In meinen Gesprächen mit den Soldaten habe ich deutlich herausgehört, dass es fast jedem so geht. Gerade an Heiligabend wird man daran erinnert, dass man weit von zu Hause weg ist. Dem einen oder anderen werden im Kerzenschein schon die Tränen kommen. Diese Gefühle zeigen doch die menschliche Seite der Soldaten, die in diesem Einsatz mit großer Professionalität ihren Dienst leisten.

Im Kameradenkreis treffen die Soldaten auf Verständnis. Einerseits gibt es gerade im Einsatzland die Sehnsucht, das Weihnachtsfest zu feiern. Andererseits wird den Soldaten die Trennung von zu Hause bewusst. Jede Soldatin und jeder Soldat hat ganz persönliche Strategien, damit umzugehen. Die meisten erleben die Kameradschaft in ganz besonderer Qualität. Sie sind zu Weihnachten füreinander da und gestalten die Feiertage gemeinsam.

Auch für die Familien zu Hause sind diese Weihnachtstage schwierig. Nicht nur die Soldaten bekommen die Trennung zu spüren, sondern auch die Partner, Kinder oder Eltern. Meine Frau und Kinder werden Weihnachten im Kreise der Großfamilie in Jever feiern.

Nach dem Heiligabendgottesdienst ziehen sich die Soldaten in ihre Einheiten zurück. Zeitgleich mit den Lieben zu Hause packen sie Geschenke aus, die sie mit der Post zugeschickt bekommen haben. Viele telefonieren dann mit ihren Angehörigen.

Nach der besinnlichen Phase ist aber auch noch Zeit für Ausgefallenes: In der Abenddämmerung des Heiligen Abends wird ein „Weihnachtsbaden“ veranstaltet. Wer will, springt mit Weihnachtsmannmütze ins Mittelmeer. Die Strandparty endet natürlich traditionell: Mit Glühwein und Christstollen.

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