BOCKHORN „Ich habe immer eine schöne Zeit in Bockhorn gehabt, und es war mein großer Traum, einmal meiner Familie diese Gegend zu zeigen“: Das sagte sich Sergei Biletzkij, darum freute er sich jetzt besonders, dass er auf Einladung des Shanty-Chores Bockhorn mit seiner Frau Julija und den Kindern Andrej und Katja in die Friesische Wehde kommen konnte. Die Familie stammt aus der Ukraine, sie lebt in Wapnjarka, etwa 400 Kilometer von Kiew entfernt.

Sergei Biletzkij ist den Bockhornern tatsächlich ein guter Bekannter, tritt er doch zusammen mit seinem Freund Alexandr Izsakowskij schon seit vielen Jahren beim großen Adventskonzert der Wehde-Chöre in der St. Cosmas und Damian Kirche auf. Dirigentin des Shanty-Chores ist Gudrun Hoffmann, und sie ist es auch, die gemeinsam mit Max Müller, dem Vorsitzenden der Singgemeinschaft, die kleine ukrainische Familie diesmal unter ihre Fittiche genommen hat.

Ausflüge in die Wesermarsch, nach Dangast, Bad Zwischenahn und Oldenburg standen bislang auf dem Programm, Shanty-Sänger Paul Weber führte die Gäste ins Bockhorner Erlebnisbad und zum Minigolf. Einen gemeinsamen Auftritt mit dem Shanty-Chor gab es für Sergei Biletzkij am 24. Juli bei der Granatpulmeisterschaft in Fedderwardersiel.

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Am Donnerstag wurde die Gruppe von Bürgermeister Ewald Spiekermann im Bockhorner Rathaus empfangen: „Ich freue mich, Sergei wiederzusehen.“ Er dankte Gudrun Hoffmann und Max Müller für ihre Gastgeberschaft. Müller erinnerte daran, dass Emil Stelter 2002 die ukrainischen Musiker beim Shanty-Chor Bockhorn eingeführt hatte.

Sergei Biletzkij arbeitet als Musiklehrer an einer Schule, er spielt Akkordeon, verschiedene Flöten, Gitarre und Klavier – und muss in der Ukraine mit einem Monatsgehalt von 120 Euro auskommen, wie er berichtete. Auch Julija Biletzkij ist Lehrerin. Nebenbei bestellen sie als Selbstversorger einen kleinen Garten mit Kartoffeln und Gemüse. Milch liefert die Kuh der Schwiegermutter.

Gudrun Hoffmann ist ganz begeistert von der Aufnahmefähigkeit der Kinder Andrej und Katja: „Wir waren im Schulmuseum Bohlenbergerfeld. Sie betrachten jede Einzelheit ganz genau, vor allem Blumen und Schmetterlinge faszinieren sie.“ Revanchiert für die Gastfreundschaft hat sich die Familie Biletzkij auch schon. Beim jüngsten Übungsabend des Shanty-Chores im Jugend- und Seniorenzentrum servierten sie selbst gekochte ukrainische Spezialitäten, Wareniki (Maultaschen), Borschz, frischen Salat und ukrainische Pralinen. Im Advent, dass ist der nächste Wunsch von Sergei Biletzkij, will er mit seinem Freund Alexandr wieder in der Bockhorner Kirche auftreten.

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