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Varel Er war Mudder Mews’ Sohn, später ein Kommissar und jetzt spielt er einen von Arbeitslosigkeit bedrohten Mann, der sich als homosexuell ausgibt, um seinen Job zu retten. Harald Kaminski hat nichts ausgelassen. In die unterschiedlichsten Rollen ist der 53-Jährige bei der Niederdeutschen Bühne Varel geschlüpft.

10 Aufführungen

Zehnmal ist „Een beeten schwul is cool“ im Tivoli in Varel zu sehen. Am 1., 5., 8., 10., 12., 15., 17., 22. und 24. Februar hebt sich der Vorhang jeweils um 20 Uhr; am Sonntag, 10. Februar, ist zusätzlich eine Aufführung um 15.30 Uhr.

Karten gibt es bei Schreibwaren Müller, Tel. 04451/6222 oder 2500. Die Theaterkasse im Tivoli öffnet 45 Minuten vor Aufführungsbeginn.

Seine Leidenschaft für das Theater entbrannte vor knapp 30 Jahren, als ihn ein Freund fragte, ob er nicht Lust hätte, beim Bühnenbau mitzuarbeiten. Harald Kaminski hat viel Freude an der Arbeit mit Holz und sagte zu. Auch als Jahre später für ein Stück ein Detektiv gesucht wurde, sagte Harald Kaminski nicht Nein. An diese erste Rolle erinnert sich der Vareler noch genau, musste er doch in diesem Stück auch noch singen.

Seitdem ist er jedes Jahr in einer Inszenierung dabei. „Mehr schaffe ich nicht“, sagt der Verwaltungsangestellte der Stadt Varel. Schließlich verlangen die Proben und Aufführungen den Darstellern einiges ab. „Drei Monate vor der Premiere beginnen wir mit den Proben“, berichtet er, „zunächst zwei- bis dreimal die Woche, in den letzten zwei Wochen täglich“. Und dann ist bei zehn Aufführungen höchste Konzentration gefordert.

Bei der Frage nach seiner Lieblingsrolle überlegt Harald Kaminski nicht lange: „Mir gefällt immer die am besten, die ich gerade spiele“, sagt er, „es ist reizvoll, immer wieder in neue Rollen zu schlüpfen“. In seiner aktuellen Rolle des Bertram Kieselbach wird ihm einiges abverlangt. Er spielt den vom Schicksal gebeutelten Mann, der sich nicht anders zu helfen weiß, als seinem Chef den Homosexuellen vorzugaukeln, um ihn von der beabsichtigten Kündigung abzubringen. „Dabei verzichten wir bewusst auf Klamauk“, kündigt Kaminski an, verspricht aber jede Menge Spaß auf der Bühne.

Es sind besonders die Schauspiele, an die sich Harald Kaminski gerne erinnert, so an die Tragödie „Mudder Mews“. Die gleichnamige Hauptfigur macht nicht nur ihrer Schwiegertochter das Leben zur Hölle, sondern mischt sich auch in das ihrer drei Kinder folgenschwer ein. Harald Kaminski spielte einen der Söhne und es brauchte lange, bis er nach einer Aufführung abschalten konnte.

Neben der Schauspielerei ist ihm das Miteinander wichtig. „Es macht viel Spaß, mit alten Hasen und Theaterneulingen gleichzeitig auf der Bühne zu stehen“, sagt Kaminski, dem als Geschäftsführer der Niederdeutschen Bühne auch die Förderung des Nachwuchses sehr wichtig ist.

Nach all den Jahren auf der Bühne wird das Lampenfieber bei Harald Kaminski nicht weniger. Vor der Premiere am Freitag wird er erst noch zu einer Oldtimer-Messe fahren. „Das lenkt ab“, sagt er. Zudem kann er sich dort über sein zweites Hobby informieren: alte Autos.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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