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Neustadtgödens Eine ganz besondere Ausstellungseröffnung haben die die Gäste in Neustadtgödens erlebt: Nicht im Landrichterhaus, wo die eigentliche Sonderausstellung zu sehen ist, sondern in der evangelischen Kirche des Ortes wurde sie mit einer Feierstunde eröffnet. Und das hat gute Gründe. Zum 500. Jubiläum der Reformation steht das Landrichterhaus bis zum 31. Oktober ganz im Zeichen dieses weltumspannenden Ereignisses.

Radikal angepasst

„Radikal angepasst – erste Täufer in der Herrlichkeit Gödens“: Die neue Ausstellung führt die Besucher in die Zeit der Reformation zurück und zeigt gleichzeitig deutlich, wo die Wurzeln dessen liegen, wofür Neustadtgödens neben dem schönen Ortsbild in der Region bekannt ist: seine Toleranz. Das ging sogar so weit, dass einige der Täufer, die im 16. Jahrhundert aus Münster fliehen mussten, wo sie vorher eine radikale Herrschaft errichtet hatten und nach der Niederschlagung dieser Herrschaft geächtet und verfolgt wurden, in Neustadtgödens Zuflucht fanden und ein friedliches Leben führen konnten.

Nachdem Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg in seinem Grußwort einen allgemeinen Überblick über die Ereignisse der Reformation gegeben hatte verlas er ein Grußwort von Margot Käßmann, Botschafterin für das Reformationsjubiläum im Auftrag des Rates der Evangelischen Kirche Deutschland.

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Die Leiterin des Schlossmuseum Jever, Prof. Dr. Antje Sander, verweis darauf darauf, dass die Reformation im ostfriesischen Raum anders abgelaufen sei. Ohne Bildersturm, ohne größere Konflikte, eher als ein langsamer Prozess. Und Glaubensflüchtlinge hätten hier Toleranz gefunden, sofern sie bereit gewesen seien, sich anzupassen.

Die Gemeinsamkeit des Geschenks der Taufe hob Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr als Schirmherr der Veranstaltung hervor. Die Taufe sei das Element, das die verschiedenen Konfessionen verbinde und nicht trenne. „Der jeweilige Glaube hängt auch stark von der Gegend ab, in der man geboren worden ist.“

Miteinander der Ökumene

Nach der Reformation sei es von der jeweiligen Obrigkeit abhängig gewesen, welchen Glauben die Untertanen annehmen mussten. Deshalb sei besonders erfreulich, dass dieses Reformationsjubiläum als ein „Jubiläum des ökumenischen Miteinanders“ in die Geschichte eingehen werde.

Durchaus mit einer Anspielung auf heutige Zeiten hob Landrat Sven Ambrosy hervor, dass man aus der Geschichte lernen könne, „wo Frieden ist, wo Menschen sich achten, da blüht die Kultur und da blüht der Handel.“ Auch hatte er spontan großes Lob für den Organisten der Kirche, Uwe Mahnken, der mit Stücken von Brahms, Verdi und Haydn der Feierstunde einen ganz besonderen musikalischen Genuss bescherte.

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