Varel Dass man aus Liedern, die jeder nicht mehr ganz so junge Mitmensch kennt, einen sehr unterhaltsamen Abend machen kann, haben die „Divanetten“ am Donnerstagabend bewiesen. Zwei Damen, über 30 plus, machten auf ihrer Tour durchs Land Station im Vareler Bahnhof. Dieser Auftritt bildete den Herbstauftakt der Reihe „Kultur am Haltepunkt“. Insa Jung vom Stadtmarketing begrüßte die Anwesenden in der voll besetzten Bahnhofshalle. „Es ist einfach zauberhaft, dass sie wieder alle da sind“, und gab dann die Bühne frei.

Was sich da nun abspielte, ist fast unbeschreiblich. Karin Zimny betrat als „Inge Pachulke“ in rot-weiß karierter Wickelschürze, mit einer ebensolchen Haarschleife und in roten Pumps das Podest und fing sogleich an, das Publikum voll zu quasseln. Die Gäste erfuhren einiges aus ihrer Familie, allen voran von „Omma Käthe“ und über Billigware aus China. Erstmals unterbrochen wurde der Redeschwall, als Ruthilde Holzenkamp als „Ingeborg Schmitt“ mit ihren „Quetschdingens“ auf die Bühne kam.

Die Freundinnen sangen, musizierten, schwatzten und schnackten sich durch die Welt der Diven oder Non-Diven. Sie huldigten unvergessenen Sängerinnen mit glamourösem Charme und unverwechselbarem Humor. Die Musikerinnen interpretierten Hits aus den 30er bis 70er Jahren. Ob Dietrich oder Valente, Monroe oder Piaf: Karin Zimny singt sie alle und begleitet sich auf der Gitarre.

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Ruthilde Holzenkamp gibt sich wesentlich ruhiger, konzentriert sich auf das Akkordeonspiel und hat durch Gesten und Mimik die Lacher auf ihrer Seite. Während der bekanntesten Lieder, wie „Mit 17 hat man noch Träume“, „Ham se nich ’nen Mann für mich“ oder „Rose vom Wörthersee“ stimmte der große Publikumschor mit ein. Beim „Seemannslied“ waren die Zuschauer als Wellen und Sterne gefordert. Zwischendurch bekannte sich Inge zu ihrer Wäscheklammersammelleidenschaft, erzählte vom neuen roten Schlauchbootkleid und verriet ihre Lieblingssalatkur mit Fleischsalat.

So wurde fast zweieinhalb Stunden im Bahnhof gelacht, Tränen geweint und geschunkelt.

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