VAREL „Junge friesische Meister“ war der Titel des Benefizkonzerts, zu dem der Rotary Club Varel-Friesland am Mittwochabend in die Aula des Lothar-Meyer-Gymnasiums eingeladen hatte. Alle drei Worte treffen ins Schwarze: Die Künstler kommen aus Friesland und spielten meisterhaft – und sie sind jung.

Patrick Stapleton, der soeben seine Abiturprüfungen abgelegt hat, war noch der älteste. Er gab einen beeindruckenden Einblick in die Musik des Marimbaphons, ein klassisches Schlaginstrument, das nicht alle Tage zu hören ist. Stapleton überzeugte mit warmen, weichen Klängen und ausdrucksstarker Interpretation. Auch optisch ist es eine Freude beim Spiel zuzusehen.

Begonnen hatte das Konzert mit Amelie Troschel, die an diesem Abend ihren 17. Geburtstag beging, souverän begleitet vom 16-jährigen Jesper Klein am Flügel. Das Duo präsentierte Variationen über „Nel cor piu on mi sento“ aus einer Oper von Friedrich Silcher. Dargeboten wurde das Gefühlschaos einer verführerischen Müllerin, deren Stimmungen zwischen „himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt schwanken“, wie Troschel zuvor erläuterte, um anschließend ebendiese Gefühle auf der Querflöte zum Leben zu erwecken.

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Während Amelie Troschel Bühne und Saal verließ, um ihre Geburtstagsfeier nicht zu verpassen, zeigte der mehrfache Preisträger Jesper Klein, dass er auch als Solist überzeugen kann. Vier Preludes (Op. 28: 2,4,6,7) bezauberten das Publikum. Mit einer Komposition von George Gershwin endete Kleins Auftritt.

Sydney Eggleston übernahm das Klavier, aber nicht nur das, auch Gesangsmikrofon, Beamer, Videoleinwand und Leuchtstäbchen kamen zum Einsatz. „Der Star des Abends kommt“, war die Botschaft. Etwas übertrieben vielleicht für eine knapp 14-jährige Schülerin, aber der Auftritt wischte alle Zweifel beiseite: Sydney hat das Zeug zum Star, sie hat Musik im Blut. Ob Klavier, Gesang oder beides gleichzeitig, sie zeigt eine unglaubliche Sicherheit, gleichzeitig Natürlichkeit und strahlt dabei noch Jugend und Humor aus. Bereitwillig klatscht das Publikum den Rhythmus mit, während Sydney über die Bühne tanzt.

Vom Vater hat sie die dunkle Hautfarbe, von der Mutter den bayerischen Akzent. Sydney Eggleston wirkt etwas exotisch, doch auch sie ist ein Kind Frieslands, geht in Varel zur Schule. Zwei Jahre war sie in der Bläserklasse des Lothar-Meyer-Gymnasiums und spielte dort Trompete, eine weitere Facette des Mottos „Musik ist mein Leben“. Auf Nachfrage von Insa Jung (Rotary) sagte sie, ihr Traum sei es, in New York aufzutreten.

Das Publikum ist sichtlich beeindruckt von allen vier Nachwuchskünstlern. Der Erlös des Abends soll Jugendarbeit in der Region unterstützen.

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