HORUMERSIEL Der Versuch ist geglückt – und hat Lust gemacht auf mehr: Am Sonnabend endeten die 1. Horumersieler Literaturtage unter dem Motto „Lust am Versuch“ mit einer positiven Bilanz der Organisatoren Andreas Reiberg, Michael Hellbusch und Erhard Ahlrichs. „Die Literaturtage haben sich toll entwickelt“, meinte Hellbusch. Reiberg lobte das gute Team aus Autorinnen und Illustratorinnen. „Wir wollen nun die Ergebnisse der Literaturtage auch in den Alltag einbringen: So an Horumersiel heranzugehen ist eine Riesenchance für den Ort.“

Rund 50 Werkstatt-Teilnehmer und Interessierte beendeten die Literaturtage, die die Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen gesponsert hatte, im Kursaal Horumersiel mit einer Abschlusslesung „aus allen Windrichtungen zusammengetragen“. Dabei nutzten Anne Krüger und Renata Lucic die Gelegenheit, neben den in der Werkstatt entstandenen Kettengedichten über das Horumersieler Hafenbecken auch nochmals eigene Texte vorzutragen.

Mit der Geschichte der „Hopsmarie“ hatte sich die Werkstatt „Jede Geschichte ist eine“ mit Judith Hermann und Karin Mennen befasst. Wieland Rosenboom hatte die Geschichte von der jungen Frau, die ihre Schwiegermutter ins Horumersieler Hafenbecken gestoßen haben soll und dafür von ihrem Mann, dem Sargbauer Wilhelm, mit der Peitsche zum Hopsen gezwungen wurde („Hopp, Marie“) erzählt. Für eine Überraschung sorgte dabei die Werkstatt-Teilnehmerin Maria Weller aus Berlin, die ihren Text – über ihre Angst vor der Teilnahme, den sie schützenden Mantel und Erfahrungen bei den Literaturtagen – vorlas.

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„Genau so funktionieren die Literaturtage: Es ist ein gegenseitiges Nehmen und Geben“, freute sich Ewald Ahlrichs, der den Abend moderierte.

Reiberg und Hellbusch stellten ihren „alltäglichen Dialog Wilma“ vor, zu dem sie auch die Teilnehmer ihrer Werkstatt „Wahrzeichen Horumersiels“ animiert hatten: Jeden Tag schickt Hellbusch Reiberg per Fax oder E-Mail einen Text, Reiberg antwortet mit einer Zeichnung.

Mit ihren Teilnehmern waren die beiden dazu auf das Horumersieler Hochhaus gestiegen. Vom Dach herab galt es, Wahrzeichen zu entdecken und in Zweiergruppen in Dialog zu kommen. „Es war eine interessante Situation, mit einem völlig Unbekannten zusammenzuarbeiten“, meinte Teilnehmerin Angelika Hinrichs. Das sei sehr spannend gewesen und habe eine völlig neue Sicht auf den Ort eröffnet.

„Interessant war, dass die Erwachsenen sich sofort dem Meer zuwandten, die Jugendlichen schauten ins Land“, berichtete Hellbusch. Zur Werkstatt war extra ein ganzer Reisebus voll Schülern der Walldorfschule Oldenburg angereist.

In der Werkstatt mit Wiebke Eden ging es um „Ebbe und Flut“: „Ziel war, im Fluss zu sein, den eigenen inneren Zensor abzuschalten und ,banal‘ zu werden“, berichtete sie. Entstanden sind dabei neben Texten über das Meer auch Bildcollagen zu Begriffen rund ums Meer.

Auch die Grundschule Horumersiel hatte sich an den Literaturtagen beteiligt. Die Ausstellung mit den Ergebnissen der Kinder war im Kursaal ausgestellt. „Die Kinder hatten tolle Ideen“, freute sich Reiberg. Schon aus diesem Grund ist eine Fortsetzung geplant.

„Literaturtage soll es auf jeden Fall wieder geben“, kündigte Reiberg an. Angedacht ist für die 2. Horumersieler Literaturtage das Frühjahr 2013.

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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