JEVER Etwas Besonderes sind die sommerlichen Konzerte im einmaligen Ambiente des Audienzsaals im jeverschen Schloss allemal. Doch mit dem Konzert des „Ensemble Acht“ haben die „Schlossgeister“ es wieder einmal geschafft, der Konzertreihe ein außergewöhnliches Sahnehäubchen aufzusetzen. Die fünf Musiker begeisterten die Gäste gemäß dem Motto des Abends „Licht und Schatten“ mit Stücken von der heiteren Genialität Mozarts bis zum eher dunklen und herben Quintett c-Moll von Hermann Goetz.

Begeisterung lösten sie vom ersten Ton an aus. Mit Violine (Anette Schäfer), Viola (Esther Przybylski), Violoncello (Ingo Zander) und Christiane Behn am Flügel ist das Ensemble fast zu laut und mächtig für den doch kleinen Audienzsaal. Doch das machten sie locker wett durch ihr perfektes, genau aufeinander abgestimmtes Spiel. Spaß macht es, Christiane Behn am Flügel zu beobachten. Sie bringt auch durch ihre Haltung die spielerische Leichtigkeit in Mozarts g-Moll Quartett zum Ausdruck. Dabei ist gerade dieses Quartett von Mozarts Musikverleger zu seinen Lebzeiten als „zu schwer zu spielen“ abgelehnt worden.

Sicher zu den Schattenseiten des Konzerts gehörte das Quintett c-Moll von Hermann Goetz. Geschrieben im Jahr 1874, zwei Jahre vor dem Tod des Komponisten, lässt die Musik sich sicher auch so deuten, dass eine Todesahnung mitschwingt. Das bestätigt auch das Motto unter dem dieses Stück steht: „Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, gab mir ein Gott zu sagen, was ich leide.“

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Eine ganz andere Sichtweise des Themas präsentierte das Ensemble zum Schluss mit dem Stück des Kontrabassisten Stefan Schäfer „Owl“. Nächtliche Waldstimmung am Beispiel der Eule mit einem temperamentvoll wilden Tanz im dritten Satz zeigte, dass der Komponist Stefan Schäfer gut in die Reihe Mozart, Goetz und Schubert passt. Leider hat sich wieder einmal gezeigt, dass während der Sommerferien auch bei so begeisternder Musik Plätze frei bleiben. Schade.

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