Betrifft: „Sie lassen den Kirchhügel aufblühen“, NWZ vom 5. September:

„Die Schlosskirche Varel ist ein ehrvolles, kulturhistorisches und denkmalgeschütztes Gebäude, der umgebende Kirchhügel mit seiner Bepflanzung ist den Vareler Bürgern ebenfalls ans Herz gewachsen. Die immergrünen Rhododendren und Kirschlorbeerbüsche speichern das ganze Jahr über CO2, blühen und die Früchte werden von Vögeln als Nahrung genutzt.

Dieses soll aus momentanem Zeitgeist gerodet und zu einer Bienen- und Insektenwiese umgestaltet werden, in einer Form, wie sie an der Musterbepflanzung eines Grabes durch den Nabu zu ersehen ist. Eine Bienen- und Insektenwiese ist in den ersten Jahren sehr arbeitsintensiv. Um die gepflegte Umgebung eines Kulturdenkmals einzurahmen, melden sich die Initiatoren zum regelmäßigen Arbeitsdienst, oder?

Es ist ein Eingriff in die seit Jahren gewachsene Schöpfung, entspricht nicht dem derzeitigen Bestreben der CO2-Speicherung und ist ein unverantwortliches Handeln an der Natur und den Bürgern Varels. Die Initiatoren sollten in ihrem Verantwortungsbereich mit gutem Beispiel vorangehen, eine vollkommen versiegelte Firmenfläche mit einem Busch Kirschlorbeer sind nicht bienen- und insektenfreundlich. Unter diesen neuen Aspekten ist es nicht gerechtfertigt, Angehörige von ungepflegten Gräbern zur Pflege aufzufordern, sie wollen sicher nur eine bienen- und insektenfreundliche Bepflanzung schaffen. Varel ist durch die Bebauung mit Einfamilienhäusern und Gartenanlagen und den öffentlichen Grünanlagen sehr bienen- und insektenfreundlich, eine derartige Verschandelung des Kirchhügels unter der Bezeichnung ,Erhalt der Schöpfung’ ist völlig überflüssig.

Heiko Prull
Varel

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