OBENSTROHE Umgezogen ist Pastor Dr. Folkert Fendler mit seiner Familie bereits von Obenstrohe nach Oldenburg. Am kommenden Sonntag um 17 Uhr wird er mit einem Gottesdienst im evangelisch-lutherischen Gemeindehaus Sankt Michael und einem anschließenden Grillfest im Pfarrgarten verabschiedet. „Ich freue mich, wenn viele Gemeindemitglieder kommen“, sagt Fendler. Nach ein paar Tagen Urlaub tritt er am 1. August seine neue Stelle im Kloster Michaelis in Hildesheim an. Dort übernimmt der 47-Jährige die Leitung des neugeschaffenen Kompetenzzentrums für Gottesdienste.

„Die gut vier Jahre hier in Obenstrohe waren eine intensive Zeit, weil meine Familie sich mit aller Kraft hier eingebracht hat. Wir wollten ursprünglich viel länger bleiben“, erzählt Fendler. Drei Jahre war er auch geschäftsführender Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Varel. Diese Aufgabe, die durch Verwaltungstätigkeiten geprägt war, gab er vor kurzem ab.

„Schöne Atmosphäre“

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Neben den sonntäglichen Gottesdiensten im Gemeindehaus, an denen „in einer schönen Atmosphäre“ durchschnittlich 70 Personen teilnehmen, war der Alltag des Pfarrers bestimmt durch Konfirmandenunterricht, Hausbesuche, Beerdigungen, Taufen und Trauungen, Schreibtischarbeit sowie Chor- und Blasmusik. „Viele Leute denken, ein Pfarrer hat nur mit jungen und alten Leuten zu tun. Doch mir war es auch wichtig, Kontakt zur mittleren Generation zu bekommen“, so Fendler. „Deshalb habe ich auch alle Konfirmandeneltern besucht.“ Bei 3300 Mitgliedern im Gemeindebezirk sei es aber schwierig, alle Leute zu kennen.

Als große Bereicherung hat Folkert Fendler es empfunden, auf ein engagiertes und motiviertes ehrenamtliche Gemeindeteam zu treffen, wozu nicht nur die Kirchenältesten zählten. Er hofft, dass sie zusammen mit dem künftigen Pfarrer weiterhin das Ziel verfolgen, das Gemeindehaus umzubauen, zu erweitern und zu modernisieren. 20 000 Euro sind während Fendlers Amtszeit gesammelt worden. Weitere 40 000 muss der Gemeindebezirk als Eigenanteil aufbringen. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei 400 000 Euro.

Dass Fendler bereits nach etwas mehr als vier Jahren in Obenstrohe eine neue Herausforderung annimmt, hat mit der neuen Stelle zu tun. „Als ich die bundesweite Ausschreibung las, habe ich mich darin wiedergefunden.“ Gesucht wurde ein Praktiker mit wissenschaftlichem Hintergrund, der auch ein Gespür für musikalische Dimensionen hat. „Ich kann mich jetzt auf das Kerngeschäft dessen, warum ich Pastor geworden bin, konzentrieren – den Gottesdienst.“

Kirche im Reformprozess

Die evangelische Kirche befinde sich seit drei Jahren in einem selbst initiierten Reformprozess. Es gehe unter anderem um die Frage, wie die Kirche künftig ihre Anliegen an die Menschen herantragen kann. Fendler ist für die Qualitätsentwicklung des Gottesdienstes zuständig. „Ich hoffe, dass davon irgendwann die Basis profitiert.“

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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