Hooksiel Nach vielen Jahren kam sie nun zurück. Dorthin, wo sie einige Jahre mit ihrem Mann gelebt hat. Und dorthin, wo ihr Mann nicht nur unterrichtete, sondern auch malte.

Waltraut Sünderhauf hat am Sonntag die Ausstellung der Werke ihres verstorbenen Mannes Hans Sünderhauf im Künstlerhaus Hooksiel miteröffnet. Der Titel: „Sieben Jahre eines Künstlers in Friesland.“ 1965 zog Sünderhauf mit seiner Ehefrau und den beiden Töchtern für sieben Jahre von Berlin nach Friesland.

Während er eine Stelle als Kunsterzieher am damaligen Progymnasium in Hohenkirchen antrat, arbeitete seine Frau dort als Deutschlehrerin. „Und ich glaube, er hat bei seinen Schülern etwas bewirkt“, sagte Waltraut Sünder­hauf jetzt.

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Neben ihr und Tochter Friederike waren auch der stellvertretende Bürgermeister Richard Herfurth, Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und zahlreiche weitere Gäste erschienen. Einer von ihnen war auch der Kulturwissenschaftlicher Dr. Eckhard Fürlus, der Sünder­hauf in Jever vor vielen Jahren persönlich kennengelernt hat.

„Ich ging damals noch zur Schule“, berichtete er. Mit einem Schulfreund sollte er eine Schaufensterpuppe als Empfangsdame für eine Ausstellung gestalten. Und zu den Initiatoren der Ausstellung zählte Hans Sünderhauf.

Auch danach besuchte Fürlus den Künstler. „Ich kam regelmäßig, um ihm Leinwände aufzuspannen, einen Linolschnitt abzuziehen oder einfach nur, um mit ihm zu sprechen und einen Kaffee zu trinken.“

Manchmal beobachtete er Sünderhauf auch bei seiner Arbeit – übrigens auch, als Sünderhauf nach den sieben Jahren in Friesland zurück nach Berlin gezogen war.

Neben Öl- und Acrylbildern und zahlreichen Holtschnitten gehören zu seinen Werken auch Radierungen. „In den Farben Blau, Braun und überwiegend Schwarz erscheint ein Kanon regelmäßig wiederkehrender Versatzstücke: Blumen, Vögel, Fische, Engel, Katzen, Totenschädel und immer wieder Frauen, seltener Männer“, so Fürlus.

Verbundenheit mit der Küstenregion sprechen aus der Radierung „Friesenpaar“, auf der Hans Sünder­hauf sich mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern monumental in die Landschaft gestellt hat, weiß Fürlus. Und diese Verbundenheit blieb immer bestehen, denn der Künstler soll selbst einmal gesagt haben, dass seine besten Bilder in Friesland entstanden sind.

Genau aus diesem Grund soll die Ausstellung in Hooksiel auch nur ein erster Schritt sein. „Es wäre schön, wenn wir eine Dauerausstellung mit den Werken in Jever einrichten könnten“, sagte Waltraut Sünderhauf. „Ein kleines Museum mit seinen Werken – ich denke, das wäre eine Bereicherung, nicht nur für Jever, auch für das Wangerland.“


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Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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